Vivir Bien / Buen Vivir / Gutes Leben

erstellt von EPN Hessen — zuletzt geändert: 2021-09-19T11:39:41+02:00
Mit diesem Workshop möchten wir einen Blick über den Tellerrand ermöglichen und zeigen, inwiefern das Thema Nachhaltigkeit mit Süd-Nord-Beziehungen zusammenhängt.
  • Wann 02.10.2021 von 15:00 bis 18:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Katholisches Pfarramt St. Josef, Eichwaldstr. 41
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Wir werden einerseits kritisch analysieren, auf welche Weise der alltägliche Konsum mit Ressourcenextraktivismus (z.B. Kohle) und Land Grabbing in Ländern des Globalen Südens verbunden ist. Andererseits wollen wir uns von Ansätzen des Globalen Südens inspirieren lassen, die bereits im Hier und Heute in die Praxis umgesetzt werden.

Im Vordergrund steht das Konzept des Sumak Kawsay – Vivir Bien, welches von indigenen Bewegungen Boliviens und Ecuadors als postkoloniale Alternative zum westlichen Fortschrittsgedanken entwickelt wurde. Der Workshop bietet einen Einblick in das indigene Verständnis von „Buen Vivir“, das u.a. die soziale und emotionale Seite, die zu einem guten Leben gehört, berücksichtigt. Wir lernen die Dankbarkeit für die „Mutter Erde“ als zentrales Element der andinen Kosmologie kennen und fragen danach, welche Impulse „Buen Vivir“ für die Suche nach suffizienten (genügsamen) Lebensstilen und Wirtschaftsweisen im Globalen Norden bieten kann.

Referent:innen:
Saron Cabero ist in Bolivien geboren und kommt aus zwei verschiedenen indigenen Familien (Quechua und Aymara). In Bolivien hat sie bereits als Lehrerin gearbeitet. In Tübingen hat sie die Fächer Philosophie, Spanisch und Portugiesisch studiert. Seit 2016 ist Saron Cabero Projektkoordinatorin des Programms „Chat der Welten“ in Baden-Württemberg und Mitarbeiterin des Programms „Bildung trifft Entwicklung“. Sie engagiertsich bei Telar e.V., Wir verbinden Welten und Welthaus Stuttgart.

Ximena Alarcón González wurde in Santiago de Chile geboren, studierte Grafik in Santiago und kam im Alter von 25 Jahren nach Deutschland. Seit ihrer Kindheit hat sie an Projekten in den Bereichen Kunst, Musik und Tanz teilgenommen, wobei sie durch ihre umfangreiche Arbeit in Chile und Deutschland ihre Erfahrungen im Bereich Musik, Tanz und Handwerk erweitert hat. In Deutschland hat sie an verschiedenen Workshops teilgenommen, um den neuen Generationen den Reichtum der südamerikanischen Kultur zu vermitteln.

Veranstaltung in der Reihe "Dekoloniale Perspektiven auf globale (Fehl-)entwicklungen und transnationale Zusammenarbeit"

Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.

Anmeldung über eveeno: https://eveeno.com/gutes_leben