Stolperstein-Verlegung im Gallus

erstellt von Initiative Stolpersteine Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-10-02T09:36:35+01:00
Sonderverlegung in Anwesenheit von Nachfahren, die hierzu aus Berlin anreisen.
  • Wann 13.10.2021 von 13:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Mainzer Landstraße 121
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Hier erfolgt die Enthüllung des Steins für Konrad August Adolf Karl Begemann, der Opfer der „Euthanasie-Morde" wurde.

August Begemann
Geburtsdatum: 2.2.1895
30.5.1940 „Heilanstalt“ Herborn, 21.1.1941 Hadamar
Todesdatum: 21.1.1941

August Begemann war Ziegler, Bauarbeiter und Postaushelfer am Postamt 9 im Hauptbahnhof. Im ersten Weltkrieg war er an der Front in Frankreich eingesetzt, soll sich dort mit Syphilis infiziert haben.

Am 9. Januar 1939 wurde die Universitätsklinik von der Staatsanwaltschaft um ein Gutachten über den Geisteszustand von A.B. gebeten. Der Befund lautete: „Die jetzige Untersuchung ergibt einwandfrei, dass B. an einer fortgeschrittenen luetischen Erkrankung [Syphilis] des ZNS leidet, die zu schweren geistigen Veränderungen geführt hat und die serologisch einwandfrei nachzuweisen ist. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Tabo-Paralyse. „... Was die strafrechtliche Verantwortlichkeit angeht, so ist B. der Schutz des § 51/1 [Schuldunfähigkeit] in vollem Umfang anzuerkennen.“

Am 21. Juli 1941 wurde er nach Hadamar „verlegt“.

Die Steine werden einige Tage zuvor vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Opfer verlegt und dann in einer kleinen Zeremonie in Anwesenheit von Nachkommen und anderen Ehrengästen enthüllt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen und werden gebeten, die aktuellen Pandemie-Regeln für Zusammenkünfte im Freien (Abstand, ggf. Maske) einzuhalten.