Silent Line gegen Tierversuche

erstellt von Ärzte gegen Tierversuche Frankfurt/Rhein-Main — zuletzt geändert: 2020-10-21T09:06:19+01:00
Der Verein Ärzte gegen Tierversuche ruft am 24. Oktober zu einem bundesweiten Aktionstag für den Ausstieg aus dem Tierversuch auf. Die Arbeitsgruppe Frankfurt/Rhein-Main der Ärzte gegen Tierversuche veranstaltet aus diesem Anlass gemeinsam mit der Gruppe Aktiv gegen Speziesismus am Brockhausbrunnen auf der Zeil eine Silent Line mit Infostand.
  • Silent Line gegen Tierversuche
  • 2020-10-24T12:00:00+02:00
  • 2020-10-24T15:00:00+02:00
  • Der Verein Ärzte gegen Tierversuche ruft am 24. Oktober zu einem bundesweiten Aktionstag für den Ausstieg aus dem Tierversuch auf. Die Arbeitsgruppe Frankfurt/Rhein-Main der Ärzte gegen Tierversuche veranstaltet aus diesem Anlass gemeinsam mit der Gruppe Aktiv gegen Speziesismus am Brockhausbrunnen auf der Zeil eine Silent Line mit Infostand.
  • Wann 24.10.2020 von 12:00 bis 15:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Brockhausbrunnen, Zeil
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Der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche wird seit rund 40 Jahren weltweit am 24. April begangen, um auf das Leid der Tiere in den Laboren aufmerksam zu machen. Ärzte gegen Tierversuche ruft seit Jahren dazu zu einem Aktionstag auf. Wegen des Corona-Lockdowns im Frühjahr wurde dieser auf den Oktober verschoben.

Jedes Jahr leiden und sterben mindestens 2,8 Millionen Tiere in deutschen Laboren. Dabei wächst weltweit die tierversuchsfreie Forschung und präsentiert bereits eine enorme Vielfalt an Methoden, die im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen relevante Ergebnisse liefern.

Gerade die Corona-Pandemie mache laut Ärzteverein die Dringlichkeit des Forschungswandels deutlich. „Angesichts der Tatsache, dass Impfstoffe und Therapien möglichst zeitnah benötigt werden, können wir uns den Umweg über den Tierversuch weder zeitlich noch in Bezug auf die Effizienz leisten“, erklärt Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. Anstatt Frettchen und Mäuse künstlich mit Viren zu infizieren, wäre es sinnvoll, Forschung mit aus menschlichen Zellen gezüchteten Miniorganen, etwa Lunge, Darm und Minihirne, einzusetzen und zu intensivieren.

„Tierversuche sind im Zeitalter von Computermodellen und Multiorganchips ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, das im 21. Jahrhundert keinen Platz haben darf“, ist die Dr. Johannes Volker Schmidt von der AG Frankfurt/Rhein-Main überzeugt. Die Niederlande haben als erstes EU-Land ein Konzept vorgelegt, wie ein schrittweiser Ausstieg aus dem Tierversuch gelingen kann. „Wir fordern von der deutschen Bundesregierung, endlich auch einen Masterplan für den Ausstieg auszuarbeiten“, so Schmidt weiter.

Aktionen finden durch die lokalen Arbeitsgruppen des Ärztevereins in Berlin, Braunschweig, Erlangen, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, Karlsruhe, Krefeld, Leipzig und München statt.

Infos zum Aktionstag: www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de