Dem Holocaust entkommen

erstellt von Jüdisches Museum Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-10-15T12:30:53+01:00
Erfahrungen polnischer Jüdinnen und Juden in der Sowjetunion (1939–1946). Vortrag von Dr. Markus Nesselrod
  • Wann 10.11.2021 von 18:15 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Goethe-Universität
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Infolge des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 flohen hunderttausende polnische Juden auf das Territorium der Sowjetunion. Wenngleich sie dort tagtäglich mit Armut, Hunger, politischem Terror und religiöser Verfolgung konfrontiert waren, überlebten doch etwa 230.000 von ihnen den Zweiten Weltkrieg im unbesetzten Landesinneren der UdSSR. Nach ihrer Rückkehr aus der Sowjetunion entschieden sich viele für die Auswanderung und gelangten auf ihrem Weg in eine neue Heimat in die Lager für jüdische Displaced Persons im besetzten Nachkriegsdeutschland.

Der Vortrag stellt die Migration zwischen Polen, der Sowjetunion und Deutschland vor und fragt nach der Bedeutung dieser Erfahrung für die Erforschung des Holocaust.

Dr. Markus Nesselrodt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kulturwissen­schaftlichen Institut der Europa­Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Seine mit dem Fritz Theodor Epstein-Preis und dem Irma-Rosenberg-Förderpreis ausgezeichnete Dissertation erscheint 2021 als Taschenbuch im Verlag De Gruyter Oldenbourg.

Eine Kooperation mit dem Fritz Bauer Institut.

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