Alltäglicher Rassismus

erstellt von Frauen AG — zuletzt geändert: 2021-09-13T13:37:20+01:00
Referentin: Alba Seibt. Frauendiskussionsabend - Ladies only!
  • Wann 05.10.2021 von 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
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„Rassismus wird man nicht los, nur weil man behauptet, nicht rassistisch zu sein“, sagte die Journalistin und Buchautorin Alice Hasters.

Der Besuch einer Demo gegen Rassismus bewahrt uns nicht unbedingt davor kurz überrascht zu sein, wenn eine Frau mit Hijab perfekt Deutsch spricht oder trotzdem Angst zu bekommen, wenn uns ein Schwarzer Mann nachts über den Weg läuft. Rassismus ist nicht nur offener Hass und Verachtung, der seit 1945 nur noch vereinzelt und in Form des Neonazis auftritt.
Und Rassismus gegenüber Schwarzen ist nicht nur ein Problem der USA, Großbritanniens oder Frankreichs. Angriffe, Beleidigungen, die Verwendung des N-Wortes oder Aussagen wie „Wir sind hier in Deutschland“ gehören zum Alltag von als Schwarz oder PoC (People of Colour) gelesenen Menschen.

Deshalb müssen wir reden, und zwar über Rassismus als Denkweise und als Teil unseres Systems. Dabei wird es auch um Sprache gehen, denn eine vielfältigere und präzisere Auswahl an Bezeichnung für als nicht weiß gelesenen Menschen schafft einen Diskurs über Sichtbarkeit von verschiedenen Erfahrungen und lenkt die Aufmerksamkeit auf verschiedene Formen von Diskriminierung. 

Die Begriffe Schwarz und weiß beschreiben nicht die Hautfarbe oder andere phänotypische Merkmale, sondern die sozialen Positionen in einer rassistisch strukturierten Gesellschaft. Die Schreibweise der Wörter will dies anzeigen. Schwarz, Schwarze Menschen oder Schwarze Deutsche sind selbstgewählte, positiv besetzte Bezeichnungen von Menschen, die auf ihre gemeinsame Betroffenheit von rassistischer Diskriminierung verweisen. Diese politische Selbstbezeichnung markiert Widerstand gegen rassistische Fremdzuschreibungen. Menschen, die keine rassistische Diskriminierung erfahren, werden als weiße Menschen bezeichnet.

Anmeldung unbedingt erforderlich per E-mail an Frauen_Diskussionsabend_F@t-online.de