Wessen Weltordnung? Globale Kräfteverschiebungen

erstellt von Zeitschrift Marxistische Erneuerung — zuletzt geändert 2023-05-21T14:31:23+01:00
Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Nr. 134 (Juni 2023). Der wirtschaftliche Aufstieg von Ländern des globalen Südens und deren schrittweise Emanzipation von der Dominanz der kapitalistischen Zentren prägen seit dem Beginn der 2000er Jahre die internationalen Beziehungen.

Die Finanzmarktkrise von 2008 ist dabei ein Einschnitt: Seither ist klar, dass der neoliberale Typ der Globalisierung und die alten geopolitischen und geoökonomischen Machthierarchien ihre Grundlagen eingebüßt haben. Unsere Zeitschrift verfolgt die damit verbundenen Veränderungen schon seit längerem (vgl. Z 84/85, 89, 128/129, 130).

Die USA und ihre Verbündeten sind nicht bereit, den veränderten internationalen Kräfteverhältnissen Rechnung zu tragen und die wirtschaftlichen und politischen Regeln im Konsens mit dem globalen Süden grundlegend zu reformieren. Die vom Westen beschworene Formel von der Verteidigung der regelbasierten Ordnung“ ist eine Absage an alle Bemühungen, den durch ‚US-leadership‘ geprägten status quo friedlich in eine multilaterale Weltordnung umzuwandeln.

  • Jörg Goldberg
    Weltordnung zwischen Globalisierung und Nationalstaaten
  • Peter Wahl
    Demokratie versus Autokratie?
  • Jörg Kronauer
    Aufmarsch gegen China
  • Ingar Solty
    „American Decline" oder neuer Frühling US-amerikanischer Globalmacht?
  • Klaus Dräger
    Eine ‚geopolitische' Europäische Union?
  • Thomas Sablowski
    Von der amerikanisch-chinesischen Rivalität zur Deglobalisierung?
  • John P. Neelsen
    Indien: eigenständiger Akteur und/oder Gegengewicht zu China?
  • Raina Zimmering
    Lateinamerika: Verlieren die USA ihren Hinterhof?
  • Hans-Heinrich Nolte 
    Russland: konkurrierende Imitation

Klassenkämpfe in Europa:
Fanny Zeise – Deutschland: Neue Streikbereitschaft und Bündnisoptionen? / Dieter Reinisch – Streikwelle in Großbritannien / Sebastian Chwala – „Systemkrise" in Frankreich / Sebastian Liegl/Juri Kilroy – Streikmonitor: Arbeitskonflikte im Jahr 2022

Weitere Beiträge
Perspektiven der Friedensbewegung und die Linke – Antworten von Aktivist:innen auf Fragen der Redaktion / Ulrich Brinkmann – Die DDR und der „Henrietta-Effekt" (I) / Matin Baraki – Frauen: Hauptopfer der erneuten Talibanisierung Afghanistans

Dazu 55 Seiten Zuschriften / Zeitschriftenschau / Tagungsberichte / Buchbesprechungen

Z 134 (Juni 2023), 240 Seiten. Einzelheftbezug 10 Euro
Abonnement (auch rückwirkend): 35 Euro, vier Hefte (ermäßigt: 28 Euro)
Bestellungen über redaktion@zme-net.de oder www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de

Pressemitteilung 21.5.2023