Streik mit uns: Our future is not for sale

erstellt von Fridays for Future Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-05-28T10:02:15+02:00
Wir rufen alle Generationen zum zentralen Klimastreik am 13.08.2021 in Frankfurt auf! Gemeinsam gegen einen Finanzsektor, der Milliarden in Kohle, Öl und Gas investiert. Für eine klimagerechte Zukunft!

Auch am 27.05. sind wir mit einer weiteren Aktion gegen den Finanzsektor vorgegangen. Anlässlich der Hauptversammlung der Deutschen Bank haben wir als FFF Frankfurt vor deren Hauptsitz eine Kunstaktion durchgeführt.

Denn allein im Zeitraum zwischen Oktober 2018 und Oktober 2020 finanzierte die Deutsche Bank die Kohleindustrie mit 6,4 Mrd. Euro und liegt damit deutschlandweit auf Platz 1.

Dabei wollen wir aber nicht nur auf das Versagen der Deutschen Bank hinweisen, sondern nehmen dieses als Anlass, um auf die Probleme des gesamten Finanzsektors und der Politik aufmerksam zu machen. Denn die Profite der Banken sind eng mit politischen Entscheidungen verknüpft: So wurde z.B. die Commerzbank während der Finanzkrise 2008 mit Milliardenhilfen vom deutschen Staat gerettet und dieser hält immer noch Anteile an der Commerzbank, schaut jedoch bei klimaschädlichen Investitionen tatenlos zu.

Während die Regierung der Klimakrise mit Maßnahmen begegnet, die bei weitem nicht ausreichend sind, finden klimaschädliche Unternehmen, welche kurzfristige Profite versprechen, bestens Gehör. So hat z.B. im Bundesvorstand der CDU der Lobbyverband "Wirtschaftsrat", der vor allem Interessen von fossilen Unternehmen wie e.on und RWE vertritt, einen fest gesetzten Platz und somit direkten Einfluss auf die Politik.

Doch gerade fossile Konzerne und Banken wie die Deutsche Bank und Commerzbank, die diese Konzerne finanzieren, verschärfen soziale Ungleichheiten (z.B. durch den Fokus auf Profite einzelner Shareholder*innen) und treiben die Klimakrise weiter voran.

Deshalb fordern wir von den Finanzunternehmen einen sofortigen Stopp der Investitionen in Unternehmen, die mit fossilen Energien Gewinne machen, sowie zukünftige Anlagen nur noch unter dem Kriterium "Null Ausbeutung von Mensch und Natur" zu ermöglichen.

"Ob Banken oder Politiker*innen, sie alle reden vom Klimaschutz, doch machen nur Kohle: In diesem Moment finanzieren Banken u.a. Kohleminen in Kolumbien, in welchen unter menschenverachtenden Bedingungen Kohle abgebaut wird. Dabei werden Menschen und Tieren aus dem Abbaugebiet durch Wasser- und Luftverschmutzung ihre Lebensgrundlage genommen! Auch dagegen gehen wir am 13.08. auf die Straße!", so Line von FFF Frankfurt.

Doch es geht uns nicht nur um Entscheidungen einzelner Unternehmen, die unsere Zukunft verkaufen. Wir stellen uns die Frage, wie es trotz steigender globaler und sozialer Ungleichheit, trotz einer nie zuvor dagewesenen Bedrohung wie der Klimakrise, immer noch auf Ausbeutung des globalen Südens, Menschen und Natur gesetzt wird. Wir stellen uns die Frage nach der Tragfähigkeit eines Wirtschaftssystems, welches ausschließlich von Profit motiviert ist und dafür wortwörtlich über Leichen geht. Ein Finanzsektor und generell ein Wirtschaftssystem, welches nur nach ökonomischem Wachstum strebt, dabei weder nachhaltig noch bedürfnisorientiert wirtschaftet und stattdessen unsere Zukunft verkauft. Diese ausschließliche Profitorientierung des Finanzsektors steht einem zwingend notwendigen sozial-ökologischen Wandel klar gegenüber.

Dabei sollte uns allen spätestens nach der Coronakrise klar sein, dass Krisen nicht durch profitorientiertes
Wirtschaften bewältigt werden, sondern es gerade daran scheitert! Wir können ein derartiges Versagen von Politik und Wirtschaft nicht länger hinnehmen.

Deshalb werden wir am 13.08. zusammen einen Moment der Vielfalt inmitten des grauen Finanzviertels schaffen und damit beginnen, Demokratie und Solidarität von unten aufzubauen. Legen wir den Grundstein für eine klimagerechte Zukunft!

OUR FUTURE IS NOT FOR SALE! #streikmituns

Pressemitteilung 27.5.2021