Neues aus der Initiative 9. November e.V. #6

erstellt von Initiative 9. November e.V. — zuletzt geändert: 2021-06-02T13:37:56+02:00
Endlich können wir wieder Besucherinnen und Besucher empfangen! Ab dem 13. Juni haben wir wieder sonntags von 11:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Alle werden gebeten sich vorab per Email (info@initiative-neunter-november.de) oder telefonisch (017647117154) anzumelden. Es gelten weiterhin die aktuellen Coronaverordnungen mit Maskenpflicht und Abstand in den Ausstellungen.

Was ist neu? In der Ausstellung "Jüdisches Leben heute" zeigt Rafael Herlich eine neue Bilderreihe und Iris Bergmiller-Fellmeth und Anton Jakob Weinberger berichten heute von ihrem Rechercheprojekt zur Israelitischen Religionsgesellschaft. Wir freuen uns ein neues Buch unseres langjährigen Mitglieds Petra Bonavita ankündigen zu können.

Informationen aus unserem Projekt: Samson Raphael Hirsch Schule in Frankfurt

20. Juni 1808: Rabbiner Samson Raphael Hirsch wird in Hamburg geboren. 1851 erhielt er einen Ruf von der orthodoxen Israelitischen Religionsgesellschaft nach Frankfurt und prägte hier entscheidend das jüdische Leben. 1853 gründete Hirsch die Realschule (Primärschule, Sekundärschule, Mittelschule für Mädchen), die er auch leitete. Rabbiner Hirsch hat die Strömung der jüdischen Neo-Orthodoxie (Austrittsorthodoxie) gegründet. Zugleich gilt er als Modernisierer und orthodoxer Erneuerer. „Tora im Derech Erez" bedeutet für ihn die Verknüpfung von Tradition, moderner Bildung und deutschem Patriotismus. Unterrichtet wurde in hebräischer Sprache und jüdischen Fächern, ferner in Deutsch, Mathematik und Geografie. Sein Augenmerk galt auch der Philosophie, Ethik, Literatur und Musik. Rabbiner Samson Raphael Hirsch starb am 31. Dezember.1888 in Frankfurt und wurde auf dem jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße begraben (1. Januar 1889).

Samson Raphael Hirsch führte einige Änderungen in der Gestaltung des Gottesdienstes ein, wie die Gründung eines Männerchors unter der Leitung eines professionellen Dirigenten sowie die Teilnahme der Gemeinde an den Gebetsgesängen. Max Neumann dirigierte bis 1938 bei der Israelitischen Religionsgesellschaft und war als Musiklehrer an der Samson Raphael Hirsch Schule tätig. Er konnte sich durch Flucht der Ermordung durch die Nazis entziehen.

Iris Bergmiller-Fellmeth, Anton Jakob Weinberger, Max Apel (Technik)

Pressemitteilung 1.6.2021