Kein Platz für Erdogan-Prügler in Frankfurt

erstellt von NCK Kurdisches Gesellschaftszentrum Frankfurt — zuletzt geändert: 2022-01-13T10:50:13+01:00
Wir möchten hiermit unseren Protest gegen die Ernennung des ehemaligen Beraters von Staatspräsidenten und Diktator Recep Tayyip Erdogan, Yusuf Yerkel, zum Handelsattaché des türkischen Generalkonsulats in Frankfurt aussprechen.

Im Zuge des Grubenunglücks in dem Landkreis Soma der Provinz Manisa am 13. Mai 2014, bei welchem 301 Bergwerkarbeiter ihr Leben verloren hatten, gewann der damalige Berater und Schützling R.T. Erdogans eine Berühmtheit, welche ihn sein Leben lang verfolgen wird; indem er - während einer Protestaktion der Angehörigen der Verstorbenen des Soma Unglücks - auf einen am Boden liegenden Mann eintrat.

Nicht nur Proteste innerhalb der Türkei, auch Proteste aus zahlreichen Ländern weltweit kritisierten und verurteilten den „Schläger von Soma" Yusuf Yerkel für seine menschenverachtende Aktion.

Doch war diese Schande Yerkels Anlass für den Staatspräsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, seinen Schützling für seine skandalöse Tat zu belohnen. Mit hohen Zuwendungen wurde Yerkel zum Handelsattaché benannt, wodurch er zudem finanzielle Sonderzuwendungen genießen wird.

Es ist unsere Aufgabe und unsere Pflicht als MitbürgerInnen Deutschland uns offen gegen diese böswillige Ernennung. Die Stadt Frankfurt, mit all ihrer internationalen Stärke, hat keinen Platz für solch einen Unmenschen. Wir werden es nicht zulassen, dass Prügler wie Yusuf Yerkel in einer multikulturellen und fortschrittlichen Stadt wie Frankfurt herumstolziert.

In diesem Sinne rufen wir alle demokratischen Kräfte dazu auf, ihre Haltung offen gegen diese politische erzielte Benennung von Yusuf Yerkel auszusprechen.

Pressemitteilung 12.01.2022