Global Strike in Quarantäne

erstellt von Fridays for Future Wiesbaden — zuletzt geändert: 2020-04-24T17:13:24+02:00
Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels sind lachhaft im Vergleich zu den Corona-Maßnahmen.

Global Strike in Quarantäne
Für den 24.04. ist erneut ein globaler Streik für das Klima angesetzt. Aufgrund der aktuell anhaltenden Coronavirus-Pandemie entschloss sich die  Fridays for Future Bewegung jedoch vor Kurzem dazu, vorerst keine Demonstrationen auf der Straße abzuhalten – so auch  Fridays for Future Wiesbaden. Stattdessen wird derzeit ein hessenweiter Netzstreik organisiert, welcher eine digitale Demoroute und ein entsprechendes Demoprogramm enthält. Gegen 17 Uhr starten die Ortsgruppen aus Darmstadt, Limburg, dem Rhein- sowie dem Main-Taunus-Kreis und Wiesbaden per YouTube einen gemeinsamen Livestream, der Aktivisti eine Plattform zum Reden, Musizieren u.v.m. bietet.

Link zum Livestream: https://youtu.be/2WpiUwCPUIM

Nicht nur digital

Der internationale Klimastreik soll in Wiesbaden aber nicht nur online stattfinden. „Im Netz bleibt man aufgrund der vielen Posts, die täglich gemacht werden, meist relativ unsichtbar.“, behauptet Jaspar Reimann, Delegierter. „Deshalb fordern wir ebenso dazu auf, am 24. April Plakate und Transparente aus dem Fenster zu hängen, Demosprüche auf öffentliche Plätze mit Kreide zu malen oder Steine mit kleinen Nachrichten zu verzieren und sie an gut besuchten Plätzen auszulegen. Somit können wir wenigstens einen kleinen Teil der Aufmerksamkeit generieren, die die Klimakrise verdient.“


Coronakrise VS Klimakrise

Notpakete in Milliardenhöhe werden verabschiedet, strikte Regeln aufgestellt und eingehalten – das Coronavirus zwingt alle Länder der Welt zur Durchführung eines Krisenprogramms. „Es ist unglaublich ernüchternd zu sehen, welche politischen Maßnahmen innerhalb weniger Wochen durchgesetzt werden können, wenn es um ein lebensbedrohliches Virus geht.“, findet Joelle Sander, Pressesprecherin. „Wenn es jedoch zur Klimakrise kommt, kann man ein Jahr streiken und trotzdem geht alles nur schleichend voran. Und das, obwohl der Klimawandel insgesamt viel gefährlicher ist, denn er betrifft den gesamten Planeten in seinem vollen Umfang – ob Pflanzen, Tiere oder Menschen, er macht vor nichts Halt. Trotzdem behandeln Politik und der Großteil der Menschheit diese Krise, als sei sie keine. Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels sind lachhaft im Vergleich zu den Corona-Maßnahmen.“
Fridays for Future Wiesbaden, Presseerklärung, 19. April 2020