Gegen EU-Taxonomie - Fridays for Future demonstriert bundesweit am 14.01.

erstellt von Fridays for Future — zuletzt geändert: 2022-01-13T15:44:58+01:00
Am morgigen Freitag wird Fridays for Future bundesweit Aktionen durchführen, um die Pläne für die EU-Taxonomie erneut zu kritisieren und Druck auf die neue Bundesregierung auszuüben. In Frankfurt beginnt die Demonstration um 14 Uhr an der Alten Oper.

Aktuell sieht die EU vor, fossiles Erdgas und Atomkraft zumindest teilweise als nachhaltig einzustufen und somit finanziell zu unterstützen. Daran übt die Bewegung europaweit scharfe Kritik. Für morgen sind coronakonforme Aktionen wie Fahrraddemos und Lauf-Demonstrationen mit Abständen in über 15 Orten, unter anderem Hamburg, Frankfurt am Main und Düsseldorf, geplant.

"Wir fordern von der Ampel-Regierung eine eindeutige Ablehnung des Vorschlags der EU Kommission und einen verbindlichen Gasausstieg bis spätestens 2035. Entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse fossiles Erdgas und Atomkraft als nachhaltig statt als schädlich einzustufen, wäre nicht nur absolut absurd, sondern brandgefährlich," erklärt Darya Sotoodeh, Sprecherin von Fridays for Future

Ziel der Taxonomie ist es, Anlegerinnen und Anlegern transparent aufzuzeigen, welche Investitionen wirklich nachhaltig sind. Wird diese Einstufung auch für klimaschädliches Erdgas und Atomenergie genutzt, entsteht die Möglichkeit, dass 1,4 Milliarden Tonnen CO2 unter grünem Label emittiert werden. Der Ausbau dieser Technologien bremst die gerechte Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien und untergräbt somit europäische Pläne zur Emissionsreduktion. 

"Jeder Euro, der in fossile Infrastruktur fließt, gefährdet die Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze. Die Bundesregierung muss bei ihrer ersten wichtigen internationalen Klima-Entscheidung  zeigen, dass Klimaschutz mehr als nur ein leeres Versprechen im Koalitionsvertrag ist!" ergänzt Helena Marschall, Sprecherin für Fridays for Future.

Fridays for Future, Pressemitteilung, 13. Januar 2022