Fridays for Future stellt klare Forderungen vor Weltklimakonferenz

by Fridays for Future veröffentlicht 29.11.2023

Am 30. November beginnt die Weltklimakonferenz COP28 in Dubai. Fridays for Future Deutschland formuliert klare Erwartungen an die deutsche Entscheidungsträger*innen und die internationale Staatengemeinschaft.

Die Klimabewegung fordert einen konkreten und ambitionierten Plan für den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas sowie ein festes, weltweites Ziel zum Ausbau erneuerbarer Energien. Weiterhin fordern die Aktivist*innen die exakte Ausgestaltung des Loss-and-Damage-Fonds, der im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

"Ohne einen klaren Plan für den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien kann die Klimakrise nicht eingedämmt werden. Die Weltklimakonferenz ist der Ort, um konkrete, ambitionierte Schritte dafür einzuleiten. Damit die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Globalen Südens gesichert und neokoloniale Kontinuitäten aufgebrochen werden, braucht es Investitionen in die Transformation vor Ort und gleichberechtigte Energiepartnerschaften, die einen klaren Weg zu sauberer Energie für alle festlegen. Ein fossiles Weiter-So ist keine Option!", erklärt Clara Duvigneau von Fridays for Future Deutschland.

Fridays for Future Deutschland wird mit einer Gruppe von Aktivist*innen auf der COP28 vertreten sein. Begleitet wird die Klimakonferenz außerdem von Aktionen in Deutschland – etwa am 8. Dezember mit einer Demonstration vor dem Auswärtigen Amt in Berlin.
Bereits am vergangenen Freitag veröffentlichte Fridays for Future Deutschland einen Offenen Brief an Olaf Scholz, in dem der Kanzler zu konsequenter Klimapolitik und klarem Einsatz für eine Finanzierung aller notwendigen Maßnahmen aufgefordert wird.

"Wenn Deutschland ein 'Climate Leader' sein will, muss die Bundesregierung auch endlich anfangen, gute Klimapolitik zu liefern. Das heißt: Die nationalen Klimaziele einhalten und international sofort aus der Finanzierung neuer fossiler Infrastruktur aussteigen. Olaf Scholz hat vor einem Jahr vor einer fossilen Renaissance gewarnt – er darf diese jetzt nicht in seinem eigenen Land vorantreiben, indem er tatenlos zuschaut, wie die Finanzierung wichtiger Maßnahmen gekippt und das Klimaschutzgesetz entkernt wird", sagt Ibo Mohamed von Fridays for Future Deutschland.

Pressemitteilung 28.11.2023