Die Druckerei: Das Präsidium der Uni hat einen Strafantrag gestellt!

by Die Druckerei Ffm veröffentlicht 12.12.2023

Es herrscht akute Räumungsgefahr. Lassen wir das nicht zu. Kommt vorbei und supportet!

Am 11.12. veröffentlichte die Goethe-Universität ein kurzes Statement, in dem sie verkündete, dass der Strafantrag wegen Hausfriedensbruch gestellt wurde.

Das heißt: Es herrscht akute Räumungsgefahr!

Das gilt für heute, morgen früh, aber auch noch die nächsten Tage. Wir wissen nicht, wann es geschieht. Also haltet euch bereit. Jede Hilfe wird gebraucht. Also kommt vorbei und supportet uns. Noch können wir verhindern, dass nicht geräumt wird!

Auch wenn ihr nicht vorbeikommen könnt, gibt es Sachen, die ihr machen unternehmen könnt. Schreibt beispielsweise Emails an das Präsidium der Goethe-Uni sowie an eure Profs und Dozierenden. Verbreitet das Share Pic und sagt Freund*innen Bescheid.

Wir lassen uns die Druckerei für Alle! nicht schon wieder nehmen. Denn wir haben tausend bessere Ideen, als das Gebäude einfach abzureißen.

diedruckerei_ffm 11.12.2023

Jule Liebig, Sprecherin für “Die Druckerei” betont: “Die Druckerei gehört in öffentliche Hand! Es kann nicht sein, dass ein so großes Areal mitten in der Stadt brach liegt und verfällt! Wir haben uns in den letzten Monaten sehr ausführlich damit beschäftigt, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten und haben damit bereits vorhandene Ideen direkt an Räume zu koppeln. In der Zeit, in der die Druckerei leer stand, hat sich der Zustand des Gebäudes massiv verschlechtert, weil die Universität nicht zum Erhalt der Substanz beigetragen hat. Stattdessen haben wir ein völlig vermülltes Haus vorgefunden, womit offensichtlich wird, dass die Universität keinerlei Interesse hat, das Gebäude zu erhalten. Wir sind erschüttert, aber nicht überrascht!

Die Goethe-Universität hat in den letzten Monaten immer wieder bewiesen, dass ihr nicht sonderlich viel an politischem Diskurs liegt, er viel eher versucht wird, zu unterbinden. Wie schon im Sommer scheint ihr ebenfalls nichts an Kommunikation auf Augenhöhe zu liegen – nicht mal die Aufforderung zu gehen wurde direkt an uns gerichtet, sondern lediglich auf der Homepage der Universität veröffentlicht. Der Zustand, in dem wir das Haus vorgefunden haben, zeigt uns nur zu gut, dass das Haus bei uns definitiv in besseren Händen ist.”

Das Kollektiv ist bereit, in Verhandlung mit dem Land Hessen, der Goethe-Universität und der Max-Plank-Gesellschaft zu treten.

aus: Pressemitteilung 10.12.2023