Bundesweite Streiks im Nahverkehr: Dieser Streik ist auch ein Klimastreik

erstellt von Fridays For Future — zuletzt geändert 2024-01-31T11:45:00+01:00
Die Gewerkschaft ver.di ruft im Zuge der Tarifverhandlungen im Nahverkehr am Freitag, den 02.02.2024, bundesweit zu Streiks auf. Fridays for Future solidarisiert sich mit den Beschäftigten im Nahverkehr und kündigt an, im Rahmen der Kampagne "Wir Fahren Zusammen" in 80 Städten mit an den Streikposten zu stehen.

Unter dem Motto "Wir fahren zusammen" setzen sich Fridays for Future und ver.di für gute Arbeitsbedingungen und massive Investitionen in den Nahverkehr ein. Aktuell herrscht im Nahverkehr ein massiver Personalmangel. Die Ursache dafür, sind sich beide Akteure einig, liegt in den schlechten Arbeitsbedingungen. "Die Konsequenzen bekommen wir alle zu spüren: Fahrtausfälle, überfüllte Busse und Linienstreichungen sind Alltag. Klar ist: ohne bessere Arbeitsbedingungen wird es keinen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs geben. Deshalb ist dieser Streik auch ein Klimastreik", erklärt Amadeo Kaus von Fridays for Future.

Über Monate haben Fridays for Future-Aktivist*innen und Beschäftigte im Nahverkehr eine starke Allianz aufgebaut, in der sie mittlerweile an mehr als 80 Orten in ganz Deutschland zusammenarbeiten. Dort kämpfen Beschäftigte, Fahrgäste und Klimaaktivist*innen gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen und einen massiven Ausbau des Nahverkehrs. Das erklärte Ziel: eine sozial gerechte Verkehrswende. Konkret fordern sie von Bund und Ländern zusätzliche Investitionen in Höhe von 16 Milliarden Euro mehr pro Jahr bis 2030. Eine Petition zur Unterstützung der Forderungen haben bundesweit bereits mehr als 67.000 Beschäftigte und Fahrgäste unterschrieben.

"Gerade in Zeiten zunehmender Krisen, Existenzsorgen und immer weiter steigendem Frust brauchen wir eine Klimabewegung, die zeigt, dass uns mehr vereint als uns spaltet." sagt Darya Sotoodeh, Sprecherin bei Fridays for Future. "Bei den anstehenden Streiks im Nahverkehr haben wir die Chance, gemeinsam für eine bessere Gesellschaft zu kämpfen. Für gute Arbeit, für diejenigen, die einen so wichtigen Job machen, für klimafreundliche, zukunftsfähige Mobilität, und für Busse und Bahnen, mit denen wirklich jeder sicher ans Ziel kommt - auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen."

Pressemitteilung 30.1.2024