Zwangsarbeit bei Rheinmetall

erstellt von Initiative Rheinmetall entwaffnen - RheinMain — zuletzt geändert: 2020-01-03T12:12:04+01:00
und der Umgang mit der Erinnerung z.B. KZ Tannenberg, Unterlüß. Ausstellung ab 18 Uhr - Veranstaltung um 19 Uhr.
  • Wann 30.01.2020 von 18:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo IG Metall, Wilhelm-Leuschner-Str. 79, Raum K 1
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Thema der Veranstaltung ist der Umgang mit der Erinnerung an die Verbrechen und die Opfer des Nationalsozialismus.

Mit

  • Vertreter*Innen der Initiative Rheinmetall entwaffnen RheinMain
  • Katinka Poensgen, Lebenslaute und IG Metall
  • Lothar Reininger, Initiative KZ Katzbach, Frankfurt (Adlerwerke)

Im KZ-Außenlager Tannenberg waren von Herbst 1944 bis Mitte April 1945 etwa 900 osteuropäische Jüdinnen inhaftiert, die Zwangsarbeit bei Rheinmetall in Unterlüß im Kreis Celle leisten mussten. Es gibt keine Erinnerungsorte in Tannenberg, die Firma Rheinmetall, auch heute einer der größten Rüstungskonzerne, meint, ihre Geschichte im Faschismus sei aufgearbeitet. In der Gemeinde Unterlüß ist die Verdrängung der eigenen Geschichte kaum gebrochen.

Initiativen vor Ort bemühen sich seit Jahren um ein würdiges Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Unterlüß. In den vergangenen zwei Jahren hat auch das antimilitaristische Camp Rheinmetall-entwaffnen das KZ Außenlager Tannenberg zum Thema gemacht. 2018 wurde eine provisorische Gedenktafel aufgestellt.

Der 27. Januar 1945 ist der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Der Tag wird in Gedenken an die Opfer des Faschismus begangen. Auch 75 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus ist der Umgang mit der Erinnerung immer noch schwierig und manchmal wird das Gedenken verhindert, zerstört, gehasst.

Die Ausstellung „Zwangsarbeit bei Rheinmetall“ beschäftigt sich sowohl mit Zwangsarbeit, dem Rüstungskonzern Rheinmetall, als auch mit dem Versuch, der Erinnerung an die Zwangsarbeiterinnen im KZ-Außenlager Tannenberg einen Ort zu geben.

Der „Weg der Erinnerung“, während des antimilitaristischen Camps in Unterlüß im September 2019 gestaltet, war nur wenige Tage sichtbar; dann waren der Gedenkstein zerstört, die Banner und die Baumbinden zerrissen. Auch dies ist Teil der Ausstellung.

Die Ausstellung “Zwangsarbeit bei Rheinmetall, z.B. KZ Tannenberg, Unterlüß” ist ab 18 Uhr geöffnet.

Veranstalter: Rheinmetall entwaffnen RheinMain mit Unterstützung des Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945