Wasserentzug + Klimawandel

erstellt von NaturFreunde Frankfurt — zuletzt geändert: 2020-07-02T10:30:03+02:00
Mahnwache: „Wasserentzug + Klimawandel = Der Naturraum stirbt!“ Eine kurze, mehrfache Bühnen-Performance zur Wasserverschwendung ist Teil der Mahnwache.
  • Wann 03.07.2020 von 11:30 bis 13:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Römerberg
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Grundwassermangel verursacht im Vogelsberg, im Burgwald und im Ried, aber auch im Frankfurter Stadtwald in katastrophalem Umfang ein neues Waldsterben. Die jeweiligen Wasserwerke des Versorgungsverbundes Rhein Main haben in ihren Einzugsgebieten daran erheblichen Anteil. Sie entnehmen zu große Mengen an Grundwasser, auch da sie ausgerechnet in Trockenzeiten ihre Fördermengen auf ein Maximum steigern.

Dagegen müssten, zum vorausschauenden Schutz der Wasservorräte und der Natur, alle Möglichkeiten genutzt werden, so viel wie möglich Grundwasser im Boden zu belassen. Dem steht entgegen, dass viele Wassergesellschaften am Trinkwasserverkauf recht gut verdienen.

Das ortsnahe Nutzen von lokalen Wasservorkommen im Verbrauchsgebiet, auch von solchen ohne Trinkwasserqualität, würde das Grundwasser im Naturraum entlasten. Schon lange dazu vorliegende Planungen werden bislang nicht realisiert. Die Wasserversorgung Rhein Main bzw. die dafür verantwortliche Politik muss sich dieser Verantwortung endlich stellen.

Die Mahnwache am 3.7. wendet sich vor allem an die politischen Entscheidungsträger der Stadt Frankfurt, und erinnert sie an die gegebenen, aber noch nicht eingelösten Versprechen für eine verstärkte Wassereigenversorgung und eine Trinkwassereinsparung durch Betriebswasser.

Die Umweltverbände Schutzgemeinschaft Vogelsberg  (SGV) und Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ als Veranstalter der Mahnwache, unterstützt von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), den Naturfreunden Hessen und Frankfurt und dem BUND Hessen, Kreisverband Frankfurt, fordern von der Stadt Frankfurt und vom Ballungsraum, mit allerhöchster Dringlichkeit und beispielgebend die Verschwendung von importiertem Grundwasser zu beenden,
und dessen Bezugsmengen entscheidend zu reduzieren.

Sie wenden sich ebenfalls an die Bevölkerung Frankfurts und des gesamten Ballungsraums Rhein Main, und fordern sie auf, durch ihr Wahl und Verbrauchsverhalten dazu beizutragen, dass Natur und Wasserversorgung durch das Schonen des Grundwassers wieder vereinbar werden.

Die Gesetzeslage unterstützt diese Forderungen, ebenso das Hessische Leitbild für ein Integriertes Wassermanagement Rhein Main und der Koalitionsvertrag der Landesregierung.

Es wird erwartet, dass Frankfurt sich endlich am Lösen der Wasserprobleme entsprechend beteiligt.