Von Denkmälern und Debatten: Erinnerung an die NS-Verbrechen

erstellt von Institut für Stadtgeschichte — zuletzt geändert 2022-03-06T11:22:41+02:00
In der Reihe "Wie sich Frankfurt erinnert. Vom Umgang mit Geschichte"
  • Wann 04.04.2022 ab 18:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Karmeliterkloster, Dormitorium, Münzgasse 9
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Der „Historikerstreit“ von 1986 / 87 markierte in Frankfurt den Beginn wachsenden Interesses an einer Aufarbeitung der NS-Geschichte und öffentlichen Präsentation. Zahlreiche freie Geschichtsinitiativen, Privatpersonen und Betroffene aus Opfergruppen wandten sich an die städtischen Behörden mit dem Anliegen, mit Gedenktafeln die öffentliche Aufmerksamkeit auf diejenigen in Frankfurt zu richten, die in der nationalsozialistischen und rassistischen Herrschaft verfolgt und ermordet worden waren und deren Schicksal später ungenügende Beachtung gefunden hatte.

Angestoßen durch den Börneplatzkonflikt 1987 trat die Erinnerung an die jüdischen Opfer des Holocaust in den Mittelpunkt der Gedenkarbeit. Dabei setzte die von der Stadtregierung geförderte Gedenkkultur zunehmend neue Akzente. Sie umfasste fortan auch Verfolgtengruppen, die bis dahin kaum Fürsprecher gefunden hatten, wie Roma und Sinti, Homosexuelle sowie Menschen, deren Widerstand meist unbekannt geblieben war.

Referent: Dr. Michael Fleiter, Frankfurt am Main

Eintritt: 4 €, ermäßigt 3 €

Anmeldungen ab vier Wochen vor dem Termin über https://pretix.eu/isgfrankfurt/