Stoppt die Angriffe auf Rojava!

erstellt von NCK Frankfurt — zuletzt geändert 2022-11-25T09:41:33+01:00
Angesichts der sehr ernsten Lage und den Angriffen in ganz Kurdistan wird es am Samstag 26.11. wieder eine Demo geben, organisiert von der kurdischen Föderation KAWA - bitte kommt zahlreich!
  • Stoppt die Angriffe auf Rojava!
  • 2022-11-26T13:30:00+01:00
  • 2022-11-26T23:59:59+01:00
  • Angesichts der sehr ernsten Lage und den Angriffen in ganz Kurdistan wird es am Samstag 26.11. wieder eine Demo geben, organisiert von der kurdischen Föderation KAWA - bitte kommt zahlreich!
  • Wann 26.11.2022 ab 13:30 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Hauptbahnhof Frankfurt
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Serhildan Qamislo, ein Sprecher des Kurdischen Regionalrats Frankfurt, welcher Teil der KAWA-Föderation ist, erklärt:

„Seit einer Woche wird Rojava ununterbrochen bombardiert. Mit Kampfjets, Killerdrohnen und schwerer Artillerie werden vor allem Dörfer und Infrastruktur, Schulen, Krankenhäuser, Elektrizitätswerke, Weizendepots und Ölfelder beschossen. Über 40 Menschen sind schon getötet worden, darunter viele Zivilist:innen und ein Journalist.

Erdogan rechtfertigt seinen Krieg mit einem angeblichen Kampf gegen Terror, da er behauptet, die YPG stecke hinter dem grausamen Anschlag von Istanbul am 13. November. Es gibt jedoch keinerlei Beweise für diese Behauptung, viele Indizien widersprechen der Darstellung und die YPG hat jegliche Verbindung zur Attentäterin abgestritten.

Erdogan missbraucht den Anschlag und seine Opfer als Rechtfertigung für seine völkerrechtswidrigen Kriegs- und Besatzungspläne in Syrien und dem Irak.

Am Dienstag hat er sogar einen Stützpunkt der Antiterrorkräfte YAT, die zur Bekämpung des IS aufgestellt wurden, bombardiert und zwei Kämpfer getötet. Nun droht Erdogan mit Bodentruppen.

Was die Türkei macht ist kein Kampf gegen den Terror, sondern Kampf FÜR den Terror!

Wir Kurd:innen haben den IS bekämpft und wurden von der ganzen Welt dafür gefeiert, doch heute schauen alle weg, wenn mit der Türkei ein mächtiger NATO-Staat die ganze Region in Schutt und Asche legt. Ohne die Erlaubnis der USA und Russlands, die Syriens Luftraum kontrollieren, könnten diese Angriffe gar nicht stattfinden. Besonders betroffen ist aktuell die Stadt Kobanê, deren Widerstand 2014/15 einen entscheidenden Wendepunkt im Kampf gegen den IS darstellte."

Zu der Frage, was das Ziel der Veranstaltung sei, meint Qamislo: „Verschiedene deutsche Politiker:innen haben in den letzten Tagen die Angriffe als völkerrechtswidrig bezeichnet und die Türkei aufgerufen, sie zu stoppen, so u.a. Jürgen Trittin von den GRÜNEN und Janine Wissler von der LINKEN. Aber das reicht noch nicht. Es braucht eine Intervention der Bundesregierung, die mit der Türkei enge Verbindungen pflegt. Um mehr Öffentlichkeit und Druck zu schaffen werden wir am Samstag mit möglichst vielen Menschen - Kurd:innen und allen uns wohl gesonnenen Menschen - auf die Straße gehen und in Frankfurt zeigen, dass Rojava nicht alleine ist und wir die völkerrechtswidrigen Angriffe nicht einfach hinnehmen werden."

Demokratische Föderation der Gesellschaften Kurdistans e.V. (KAWA)

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