Psychische Langzeitfolgen betroffener Holocaust-Opfer

erstellt von Fritz Bauer Institut — zuletzt geändert 2022-12-19T17:02:09+01:00
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Sperling. Auch online
  • Wann 25.01.2023 ab 18:15 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801
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Holocaust-Opfer waren über viele Jahre massiven Traumatisierungen ausgesetzt. Wie ist ein Leben danach möglich? Um diese Frage zu beantworten, bedarf es gezielter Langzeitanalysen.

Das sogenannte Diathese-Stress-Modell, das von der Entwicklung psychischer Krankheiten bei Menschen mit hoher und dauerhafter Stressexposition ausgeht, ist dabei einer der am meisten verwendeten Ansätze. Die Daten zu überlebenden Holocaust-Opfern finden sich unter anderem in persönlichen Begutachtungen im Rahmen der Feststellung einer verfolgungsbedingten Erwerbsminderung. Anhand solcher Dokumente wurden die Diagnosen Schizophrenie, Demenz und Angststörungen bei ehemaligen Holocaust-Opfern systematisch erfasst.

Prof. Dr. Wolfgang Sperling ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen ist er Leitender Akademischer Direktor der Psychiatrie sowie Leiter in den Fachbereichen Forensik und Stimulationszentrum.

Zur Teilnahme schicken Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihres Namens, mit dem Betreff »25. Januar 2023« an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de

Livestream auf YouTube: https://youtu.be/46y9dBmQG1k
Hierfür ist keine Anmeldung notwendig.