*ONLINE* Film: Der nackte Mann auf dem Sportplatz

erstellt von Rosa-Luxemburg-Stiftung — zuletzt geändert: 2020-05-25T17:23:38+02:00
Einführung & Film & Gespräch. »Leise, episodische Filmsatire des 1982 verstorbenen DEFA-Regisseurs Konrad Wolf, der charakteristische Details des DDR-Alltags aufs Korn nimmt und die widerspruchsvolle Situation des Künstlers in seiner Gesellschaft beschreibt.«
  • *ONLINE* Film: Der nackte Mann auf dem Sportplatz
  • 2020-06-02T17:00:00+02:00
  • 2020-06-02T19:00:00+02:00
  • Einführung & Film & Gespräch. »Leise, episodische Filmsatire des 1982 verstorbenen DEFA-Regisseurs Konrad Wolf, der charakteristische Details des DDR-Alltags aufs Korn nimmt und die widerspruchsvolle Situation des Künstlers in seiner Gesellschaft beschreibt.«
  • Wann 02.06.2020 von 17:00 bis 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
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DEFA-Spielfilm, 1974, 101 Min., Regie: Konrad Wolf

Eine Statue als Stein des Anstoßes: Bildhauer Kemmel macht es sich und anderen nicht leicht. Einiger seiner Arbeiten werden von den Leuten nicht angenommen. Den «Helden der Arbeit» Hannes muss er lange überreden bis der ihm Modell sitzt. Ein Relief über die Bodenreform verbannen die Auftraggeber in den Abstellraum, weil es zu wenig Optimismus zeigt.

Für sein Heimatdorf organisiert Kemmel über seine Kontakte zum Kulturministerium sich selbst den Auftrag, eine Skulptur für den Sportplatz zu schaffen. Man erhofft sich einen Fußballer… Dem Protagonisten des Films, der in der Gegenwart der 1970er Jahre spielt, fällt es nicht leicht, das richtige Verständnis für seine Arbeit bei den Mitmenschen zu wecken. Die Erwartungen, die man an ihn richtet, decken sich nur selten mit dem, was er selbst für künstlerisch richtig hält.

Dem Film von Konrad Wolf gelingt es, sehr prinzipielle Fragestellungen über Kunst, Künstler und die Kommunikation mit dem Publikum aus Szenen des Alltags abzuleiten, die durchaus unprätentiös und realistisch gefilmt werden und in die häufig auch satirische und gesellschaftskritische Pointen einfließen. Die Problematik des schwierigen Verhältnisses zwischen zeitgenössischer Kunst und gesellschaftlicher Akzeptanz ist aktueller denn je!

Begrüßung: Michaela Klingberg, Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gesprächspartner: Wolfgang Kohlhaase (Drehbuchautor)
Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner (Kulturhistoriker).

Link: http://www.facebook.com/rosaluxstiftung/live_videos/