*online* Antisemitismus - ein Nebenwiderspruch in queerfeministischen Diskursen?

erstellt von Bildungsstätte Anne Frank — zuletzt geändert: 2020-12-21T13:31:28+01:00
Vortrag und Diskussion mit Franziska Haug
  • Wann 21.01.2021 von 19:00 bis 20:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Live auf Zoom
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Antisemitismus, Antizionismus und sogenannte Kritik an Israel wird in der letzten Zeit besonders in queeren und feministischen Kontexten laut: Viele Feminist:innen, die sich bspw. bei #Aufschrei engagierten, sind zugleich BDS-Aktivist:innen, es wurden Witze über „gehäutete Bänker:innen“ gemacht und etliche „Pink Washing Israel“-Gruppen kämpfen weltweit gegen das Existenzrecht Israels.

Ausgerechnet in queerfeministischen Kreisen scheint ein differenzierter Diskurs über Antisemitismus, die politische Lage im Nahen Osten usw. nicht mehr möglich.

Woher kommt dieser Hass auf Israel und die Hierarchisierung von Leid (politischer) Identitäten innerhalb weiter Teile der Queer-Community? Muss Queerfeminismus, will er seinem Begriff gerecht werden, nicht per se gegen Antisemitismus sein?

Dieser These soll anhand aktueller Debatten in dem Vortrag nachgegangen werden. Im Anschluss an den Vortrag wird es die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion geben.

Franziska Haug ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie forscht an der Schnittstelle von (Queer-)Feminismus und Marxismus sowie Materialismus an Beispielen der Literatur, (Pop-)Kultur und ökonomischer Strukturen. Weitere Arbeitsfelder sind der Zusammenhang von Antisemitismus und Geschlecht.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Den Link dazu erhaltet ihr nach Anmeldung.
Anmelden könnt ihr euch per Mail unter
hallo@initiative-gegen-antisemitismus.de
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Der Vortrag ist organisiert von der Initiative gegen Antisemitismus und für Demokratie (IGAD).