Kamerun: Von Insel des Friedens zum Brandherd

erstellt von DFG-VK Hessen — zuletzt geändert: 2019-09-23T10:39:23+00:00
Wege aus der Gewaltspirale. Referent: Prof. Dr. Nazaire Bitoto Abeng, Kamerun
  • Wann 11.10.2019 von 16:00 bis 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Am Kronberger Hof 6, Mainz
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Kamerun galt lange als relativ stabiler Staat, als eine Insel des Friedens in Zentralafrika.

Seit Ende 2016 kommt es jedoch vermehrt zu gewaltsamen Konflikten. Im äußersten Norden des Landes sind die Auswirkungen des Terrors von Boko Haram deutlich zu spüren, im Osten muss die Aufnahme vieler Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik bewältigt werden, der Konflikt um die anglophonen Gebiete im Westen eskaliert zunehmend.

Der Konflikt zwischen anglophonen Bevölkerungsteilen und der frankophonen Zentralregierung, der im Zentrum der Veranstaltung steht, führte binnen kürzester Zeit zu über tausend Toten und 530.000 Binnenflüchtlingen - ein international unbeachteter Konflikt, den der Norwegische Flüchtlingsrat im Juni 2019 an die erste Stelle der Liste der vergessenen Krisen auf der Welt setzte.

Unser Referent, Prof. Dr. Nazaire Bitoto Abeng, wird einigen für ein Verständnis des Konflikts zentralen Fragen nachgehen: Wo liegen die grundlegenden Ursachen? Welche Auswirkungen hat die koloniale Vergangenheit des ehemaligen »Deutschen Schutzgebietes«? Welche Rolle spielen Frankreich und die politische wie verfassungsmäßige Entwicklung des Landes?

Gemeinsam soll diskutiert werden, wie einer weiteren Eskalation des Konflikts vorgebeugt werden kann.

Eine Veranstaltung der Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Zur Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main gehören
* DFG-VK Bildungswerk Hessen e.V.
* Fachbereich Frieden im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW
* Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
* pax christi Rhein-Main, Regionalverband Limburg und Mainz
* Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz