„Jüdisch-liberales“ Frankfurt

erstellt von Junges Forum DIG Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-06-03T19:18:53+00:00
Geschichte und Nachwirkung des „jüdisch-liberalen“ Frankfurt. Sonderführung im Historischen Museum mit Fedor Sauvage.
  • Wann 29.06.2019 von 15:00 bis 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Historisches Museum, Fahrtor 2
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Frankfurt galt in der frühen Neuzeit – noch vor Wien und Prag – als „Nabel der jüdischen Welt“ im deutschsprachigen Raum. Während des Kaiserreichs und bis zum Ende der Weimarer Republik lebten proportional gesehen die meisten deutschen Jüdinnen und Juden in der Stadt – im Ostend bekannten sich 40% der Bürgerschaft zum Judentum. Nur in Berlin lebten in diesem Zeitraum mehr Deutsche jüdischen Glaubens. Die Vernichtung der europäischen Juden hat in dieser „Oase des Liberalismus“ irreversible Wunden hinterlassen.

Parallel zur Reichsgründung 1871 entstand auch der Ruf Frankfurts als „jüdisch-liberale Stadt“, wofür Persönlichkeiten wie Leopold Sonnemann und Ludwig Landmann stellvertretend stehen. Die Führung durch das Historische Museum Frankfurts begibt sich auf die Spuren dieser für deutsche Verhältnisse besonderen Entwicklung. Themen werden die Geschichte der Judengasse (1462-1796) sein, die antijüdischen Krawalle im Zuge des Frankfurter Verfassungskonfliktes („Fettmilch-Aufstand“ von 1614) sowie die Universitäts-Gründung 1914, die ohne die umfassenden Investitionen jüdischer Mäzene und Förderer nicht möglich gewesen wäre.

Nicht zuletzt wird die Deportation und Vernichtung der Frankfurter Juden und die Verstrickung lokaler Unternehmen (IG Fatben) in den Holocaust thematisiert werden.

Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, die Plätze sind begrenzt. Anmeldung bitte an: jungesforum.frankfurt@digev.de
Kosten: 3,50 € Teilnahmegebühr
Führung + Eintritt (8 / 4 €). Studierende (Ausweis) nur Teilnahmegebühr.