Investoren verschrecken – Deutsche Wohnen und Co. enteignen!

erstellt von Interventionistische Linke [iL*]-Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-06-14T10:07:40+00:00
Protestkundgebung und Pressekonferenz vor der Hauptversammlung von Deutsche_Wohnen in Frankfurt.
  • Wann 18.06.2019 von 09:00 bis 10:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Kap Europa, Messe-Kongresszentrum, Osloer Str. 5
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Mangelhafte Instandhaltung, überhöhte Nebenkostenabrechnungen, rücksichtslose Nachverdichtung, unsoziale Modernisierungsmaßnahmen, maximale Mieterhöhungen, dreiste Klagen gegen Mietspiegel – die skandalöse Geschäftspraxis großer Wohnungsunternehmen wie Deutsche Wohnen oder Vonovia ist seit Jahren bekannt. Trotzdem konnten diese Konzerne und andere Immobilieninvestoren viel zu lange die Städte zu ihrer Beute machen und auf dem Rücken der Mieter*innen ungehindert Millionenprofite erwirtschaften.

Doch in den letzten Monaten hat sich der Wind gedreht. Ein Gespenst geht um, das Gespenst der Enteignung. Seit dem Start der Berliner Initiative »Deutsche Wohnen & Co Enteignen« hat die Angst die Seiten gewechselt: Von den Mieter*innen hin zu den Aktionär*innen und allen anderen, die bisher vom Ausverkauf unserer Städte profitiert haben. Plötzlich fallen die Aktienkurse – und die Immobilienlobby und ihre politischen Vertreter*innen versuchen hektisch, sich aus der Verantwortung zu stehlen und gleichzeitig den reibungslosen Fortgang der Geschäfte abzusichern.

Diesen durchschaubaren Versuch wollen wir nicht unkommentiert lassen. Deshalb laden wir anlässlich der jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Deutschen Wohnen zur Protestkundgebung und Pressekonferenz ein. Wir tun dies in Solidarität mit der Initiative »Deutsche Wohnen & Co. enteignen« in Berlin und allen Anderen, die sich bundesweit gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung wehren.

Wir tun dies aber auch, weil Deutsche Wohnen, Vonovia und Co. in Frankfurt und der Rhein-Main-Region zunehmend Fuß fassen. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass die Deutsche Wohnen in Frankfurt über 20 neue Liegenschaften aufgekauft hat. Was das für die Mieter*innen bedeuten kann, lässt sich seit Jahren im Gallus beobachten, wo Vonovia durch Modernisierungsmaßnahmen und Mieterhöhungen die Gentrifizierung vorantreibt.

Höchste Zeit also, auch und gerade in Frankfurt große Wohnungsunternehmen und Investoren zu verschrecken. Während sich drinnen bei der Hauptversammlung der Deutschen Wohnen die Aktionär*innen bei Häppchen und Sekt über fallende Börsenkursen hinwegtrösten, machen wir draußen das Gespenst der Enteignung sichtbar. Auf dass die Angst die Seiten wechselt – Deutsche Wohnen und Co. enteignen!

Eine Initiative von Aktiven aus der Kampagne »Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG?« und der Interventionistischen Linken Frankfurt