Hülya-Tag gegen Rassismus und rechtsextremistische Gewalt

erstellt von Offenes Haus der Kulturen — zuletzt geändert: 2020-05-23T11:53:45+02:00
Kundgebungen am Hülya-Platz Bockenheim
  • Wann 29.05.2020 von 17:00 bis 19:30 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Hülya-Platz (Bockenheim)
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Seit 1990 sind über 200 Menschen Opfer von rassistischer Gewalt geworden. Sie alle haben ein Gesicht und eine eigene Geschichte. Exemplarisch werden wir  die Namen der Opfer von drei Anschlägen nennen und ihrer gedenken. 

Am 29. Mai 1993 starben in Solingen bei einem rechtsextremistischen motivierten Brandanschlag  fünf  Menschen. Nach der damals 9 Jährigen Hülya wurde der Hülya Platz benannt. Ein guter Platz, um den Opfern von Rassismus zu gedenken.

Am 2. Juni 2019 starb der Kasseler Regieriungspräsident Walter Lübcke durch einen Pistolenschuss in den Kopf aus nächster Nähe. Walter Lübcke setzte sich für die Aufnahme von Flüchtlingen ein und trat der islamfeindlichen und rassistischen Hetze  bei einer Bürgerversammlung im Oktober 2015 öffentlich entgegen.  

Bei den Anschlägen in Hanau wurden am 19. Februar 2020 neun Personen ermordet. Der Täter erschoss diese Menschen in und vor zwei Shishabars und auf der Fahrt zwischen beiden Orten.

Die Initiativen und Institutionen, die sich zum Bündnis Bockenheim gegen Rassismus zusammengeschlossen haben, rufen zum Gedenken für die Opfer von Rassismus und rechtsextremistischer Gewalt auf. Wir rufen dazu auf, zusammenzustehen, nicht zu vergessen und gemeinsam gegen Rassismus und Rechtsextremismus initiativ zu werden.

Es finden mehrere Kundgebungen statt, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme am Gedenken zu ermöglichen, da die Teilnehmerzahl auf dem Platz beschränkt ist. Zwischen 17 Uhr und 19 Uhr werden unterschiedliche Menschen zu uns sprechen, aus Initiativen, Parteien und Menschen, die die Opfer kannten.

17 Uhr Eröffnung und Ansprachen

18 Uhr weitere Kundgebung

19 Uhr Schluss-Kundgebung