Gegen EU-Greenwashing von Atom und Gas

erstellt von KoalaKollektiv — zuletzt geändert 2022-01-10T12:04:59+02:00
Protestaktion des KoalaKollektivs gegen das Greenwashing von Atomenergie und Erdgas durch die Taxonomie der EU
  • Wann 11.01.2022 ab 16:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Willy-Brandt-Platz
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Europweit demonstrieren Klimaaktivist:innen und Umweltverbände gegen den Vorschlag der EU-Kommission, Atomenergie und Erdgas als „grün und nachhaltig“ zu labeln. Auch das KoalaKollektiv stellt sich klar gegen die Pläne der EU-Kommission für die EU-Taxonomie. Die Protestaktion macht deutlich, dass die EU gefährlichen, umwelt- und klimaschädlichen Energien einen grünen Anstrich gibt. So will sie Gelder von privaten Investor:innen anlocken, aber auch die Milliarden des EU-Corona-Wiederaufbaupakets in fossile und atomare Anlagen fließen lassen, anstatt in eine sozial-ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft.

Damit verspielt die EU ihre Glaubwürdigkeit beim European Green Deal, gefährdet die Energiewende und macht den jahrzehntelangen Kampf der Anti-Atom- und Umweltbewegung zunichte. Die Gefahren und hohen Kosten der Atomkraft werden ignoriert und die ungelöste Frage der Endlagerung wird weiter vertagt. Ein Ausbau von Erdgas würde die Klimaziele der EU unerreichbar machen.

Hannah Fischer, Aktivistin beim KoalaKollektiv: „Wieder einmal wird atomarem und fossilem Lobbyismus nachgegeben. Klimaschädliches Erdgas und gefährliche Atomenergie als ‚nachhaltig‘ zu labeln, ist ein Schlag ins Gesicht der jüngeren Generationen, die mit den unberechenbaren Folgen von Klimakrise und radioaktiver Strahlung leben müssen. Die EU- Kommission stellt damit kurzfristige wirtschaftliche und politische Interessen über den Schutz unserer Lebensgrundlagen. Die Bundesregierung muss diesem Greenwashing entschieden engegengentreten!“

Das KoalaKollektiv fordert die Bundesregierung auf, im EU-Ministerrat mit einem klaren „Nein“ gegen den Vorschlag der EU-Kommission zur Taxonomie zu stimmen und die geplante Klage Österreichs und Luxemburgs zu unterstützen!