Führung durch die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle

erstellt von Jüdisches Museum Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-02-19T23:29:47+02:00
Erinnerung an die Massendeportationen aus Frankfurt
  • Wann 06.11.2020 von 16:00 bis 18:00 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Erinnerungsstätte Großmarkthalle, Philipp-Holzmann-Weg
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Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) und NSDAP-Gauleitung nutzten das Gebäude und seine Funktionalität ab 1941 für Massendeportationen von Juden. Die Wahl war auf diesen Ort gefallen, da er innenstadtnah und verkehrstechnisch günstig zwischen Hafenbahn und Ostbahnhof lag. Deshalb mietete die Gestapo den östlichen Kellerbereich als Sammelplatz zur Durchführung der Deportationen. Der Keller bot Schutz vor neugierigen Blicken auf das Verbrechen und notdürftig Platz für Hunderte Menschen. Frauen, Männer und Kinder wurden durch das eingesetzte Personal gedemütigt, körperlich misshandelt.

Letzter Habseligkeiten beraubt zwang man sie schließlich an das Gleisfeld vor der Halle. Dort standen die Züge der Deutschen Reichsbahn für die Transporte in die Ghettos und Konzentrationslager bereit. Direkt nebenan ging der tägliche Marktbetrieb weiter. Dabei blieben die grausamen Vorgänge den dort Beschäftigten nicht verborgen.

Rundgänge finden derzeit ausschließlich auf dem Außengelände der Erinnerungsstätte statt. Die EZB hat bis auf weiteres alle nicht zwingend notwendigen Besuche auf ihrem Gelände wegen der aktuellen COVID-19 Lage eingestellt. Somit ist die Besichtigung des Kellers, der als Sammelplatz für die Deportationen diente, aktuell nicht möglich.

Die wesentlichen Teile der Erinnerungsstätte (Rampe, Stellwerk, Gleise, in den Boden eingelassene Zitate) sind jedoch weiterhin zugänglich.

Anmeldung (bis 2 Wochen vor dem Termin möglich): erinnerungsstaette.jmf@stadt-frankfurt.de

Wir bitten darum, eine Maske zu tragen und uns bei der Anmeldung die Namen, Adresse und Telefonummer aller angemeldeten Personen zu nennen.