"Frau Merkel, wir müssen reden!“

erstellt von Generationen-Rettungsschirm Frankfurt — zuletzt geändert: 2020-07-01T10:51:35+02:00
Erste Aktion mit Regenschirm-Choreographie und Mahnwache der Initiative Generationen-Rettungsschirm Frankfurt
  • Wann 02.07.2020 von 18:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Justitiabrunnen, Römerberg
  • Termin zum Kalender hinzufügen iCal

Für einen echten Wandel statt eines simplen „Weiter so“
Die teilweise drastischen Maßnahmen anlässlich der Corona-Krise haben zweierlei gezeigt:
• Zur Abwendung einer akuten Gefahr sind - für kurze Dauer - massive Einschnitte in persönliche Freiheiten und in das Wirtschaftsleben möglich
• Die Politik ist durchaus in der Lage und bereit, rasch und entschlossen zu handeln

Aber: Es gibt aber noch mehr Krisen - auch in Deutschland. Und da ist seitens der Politik von entschlossenem und mutigem Handeln auf einmal nichts mehr zu sehen.

Das Konjunkturpaket soll die Wirtschaft „stabilisieren“. Das klingt zunächst einmal gut. Wir brauchen aber mehr: Wir brauchen eine Transformation der Wirtschaft - und der Gesellschaft - hin zu echtem Klimaschutz, nachhaltigem Wirtschaften, sozialem Ausgleich, Geschlechtergerechtigkeit, echten Bildungschancen für alle und einem Gesundheitssystem, das nicht in erster Linie ökonomischen Vorgaben unterliegt. Das alles fehlt in diesem Paket. Und damit wird diese Chance leichtfertig verspielt.

Deswegen sind wir hier! Wir fordern, dass dieses Konjunkturpaket, dass überhaupt alle Maßnahmen der Bundesregierung und aller politisch Verantwortlichen als allererstes die Menschen und vor allem diejenigen im Blick haben, die am meisten unter den Versäumnissen zu leiden haben werden: die jungen Menschen und die nachfolgenden Generationen.

Es darf nicht auf eine Förderung der Unternehmen, der Großverdiener und Vermögenden hinauslaufen; gerade diejenigen, die wenig haben, müssen massiv unterstützt werden. Und alle Fördermaßnahmen für Wirtschaftszweige oder einzelne Großunternehmen müssen an klare Auflagen gekoppelt werden:
Klimaschutz, gerechte Löhne, keine Steuerflucht usw.

Dafür steht die Generationen-Stiftung und symbolisch der orange Generationen-Rettungsschirm.

Wie eine Teilnehmerin Kerstin Wohlfahrt sagt: „Der orange Schirm gibt mir die Hoffnung, dass wir die Welt zum Besseren ändern können.“
Dafür müssen wir aber auch immer wieder aufstehen und unsere Forderungen lautstark vertreten.
Eine andere Teilnehmerin, Daniela Moroz, drückt es so aus: „Wir kommen wieder, bis die Politiker verstehen: Wir müssen reden - und handeln.“
Corona hat gezeigt, dass es geht; und, wie Michael Apweiler, ein Vertreter der älteren Generation bemerkt: „In der Corona-Krise betont die Politik ständig, dass die Gesundheit der Menschen an erster Stelle steht; in der Klimakrise, die nicht weniger bedrohlich - und kaum weniger akut - ist, scheint dies aber nicht zu gelten.“

Die jungen Menschen fürchten um ihre Zukunft, auch wegen materieller Unsicherheit, aber vor allem angesichts des Klimawandels, zunehmender sozialer Ungerechtigkeit, beunruhigender politischer Tendenzen. Kerstin Wohlfahrt fasst zusammen: „Es kann nicht sein, dass heute alle Ressourcen unter Hochdruck verpulvert werden und in einigen Jahrzehnten der Planet verbraucht ist.“

Und nicht zuletzt werden, wenn die Verantwortlichen jetzt nicht entschlossen handeln, noch mehr Menschen sich von den demokratischen Parteien, ja sogar von der Demokratie abwenden und Populisten und Extremisten folgen. Das müssen wir verhindern!

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch des Jugendrats der Generationen-
Stiftung: „Ihr habt keinen Plan, also machen wir einen“, das anschaulich darlegt, dass es nicht mehr reicht, sich ausschließlich für Klimaschutz oder sozialen Ausgleich, das Gesundheitswesen oder Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen, dass vielmehr alle diese Probleme  neinandergreifen und zusammen angegangen werden müssen.

DIE KAMPAGNE
Wir veröffentlichen einen Rettungsschirm mit vier Maßnahmen, die die aus unserer Sicht aktuell entscheidenden Handlungsfelder adressieren. Für diesen Rettungsschirm mobilisieren wir 1.000.000 Unterzeichner*innen, die uns mit ihrer Unterschrift das Mandat ausstellen, mit der Bundesregierung über unsere gemeinsame Zukunft zu verhandeln.

www.generationenrettungsschirm.de