Film: Revision

erstellt von Förderverein Roma — zuletzt geändert: 2019-04-11T10:43:43+00:00
Im Rahmen der Filmreihe "Revision. Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung und Kämpfe gegen Antiziganismus"
  • Wann 13.06.2019 ab 20:15 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Pupille – Kino in der Uni, Studierendenhaus Campus Bockenheim, Mertonstraße 26-28
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Deutschland 2012, 35mm, 106 min, OF
Buch: Merle Kröger und Philip Scheffner
Regie: Philip Scheffner
Kamera: Bernd Meiners
Ton: Pascal Capitolin und Volker Zeigermann
Produzentin: Merle Kröger,
Koproduzent*innen: Marcie K. Jost, Meike Martens und Peter Zorn
Anschließend Gespräch mit Silke Huropp und Smaranda Iuonas (Förderverein Roma e.V.), Moderation Gaby Babić (Kinothek Asta Nielsen)
Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer zwei Körper in einem Getreidefeld in Mecklenburg-Vorpommern. Ermittlungen ergeben, dass es sich bei den Toten um rumänische Staatsbürger handelt. Sie werden bei dem Versuch, die europäische Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Welcher der Jäger den tödlichen Schuss abgegeben hat, lässt sich nie beweisen. Das Urteil: Freispruch. Dpa meldet: „Aus Rumänien ist niemand zur Urteilsverkündung angereist.“ In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat. Mit REVISION wird ein juristisch abgeschlossener Kriminalfall einer filmischen Revision unterzogen, die Orte, Personen und Erinnerungen miteinander verknüpft und ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“ ergibt.