Film: „Kein Recht auf Familie?

erstellt von Initiative Familienleben für alle — zuletzt geändert: 2019-09-17T20:20:47+02:00
Geflüchtete kämpfen um ihre Angehörigen“. In ihrem Film zeigt Regisseurin Denise Dismer eindrücklich, wie schwer der Kampf für das Recht auf ein Familienleben ist. Anschließend Diskussion.
  • Film: „Kein Recht auf Familie?
  • 2019-09-27T17:00:00+02:00
  • 2019-09-27T23:59:59+02:00
  • Geflüchtete kämpfen um ihre Angehörigen“. In ihrem Film zeigt Regisseurin Denise Dismer eindrücklich, wie schwer der Kampf für das Recht auf ein Familienleben ist. Anschließend Diskussion.
  • Wann 27.09.2019 von 17:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Str. 46a
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Seit über drei Jahren hat Fteim Almousa nur über das Internet Kontakt zu ihrem Mann und ihren vier Kindern. 2015 flüchtete die Schuldirektorin vor Morddrohungen mit ihrer Familie zuerst in den Libanon, dann allein weiter nach Deutschland. Sie lebt heute in Baden-Württenberg. Ihre Familie sitzt seit der Aussetzung des Familiennachzugs im libanesischen Flüchtlingscamp fest.

Der Schutz der Familie gilt – zumindest theoretisch – für alle, und zwar unabhängig von Staatsangehörigkeit, Herkunft oder Religion. Aber in der Praxis stehen Familien wie die von Fteim Almousa, die durch nationale Grenzen getrennt sind, vor großen Hindernissen, wenn sie als Familie zusammenzuleben wollen. Gesetzliche Regelungen, wie die zunehmende Einstufung als “subsidiär geschützte” und die anschließende Aussetzung des Familiennachzugs für diese Gruppe, sollen den Familiennachzug langsamer machen oder verhindern.

Seit August 2018 soll es 1000 Visa im Monat für die Familien subsidiär Geschützter geben. Das reicht nicht, die Wartezeiten sind lang und schwer. Es werden Dokumente gefordert, die nicht vorhanden oder nicht zu beschaffen sind. Die Konsulate im Libanon und anderen Krisen- und Bürgerkriegsgebieten sind fast unerreichbar.

Und die Zeit drängt, auch für Fteim: Denn zur einreiseberechtigten “Kernfamilie” werden nur minderjährige Kinder gezählt. Wird ihr Antrag nicht rechtzeitig genehmigt, müssen Fteims zwei älteste Töchter möglicherweise alleine im Libanon bleiben.

Der Eintritt ist frei