Ernst Klee (1942–2013) - Ein Pionier der medizinischen Zeitgeschichte

erstellt von Fritz Bauer Institut — zuletzt geändert: 2019-06-10T12:22:40+00:00
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Walter H. Pehle im Rahmen der internationalen Tagung "Der nationalsozialistische Krankenmord in Europa"
  • Wann 28.06.2019 von 17:30 bis 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Goethe-Universität, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.801
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Mit einem bebilderten Vortrag soll an einen »produktiven Außenseiter« der Zeitgeschichtsforschung erinnert werden, der mehr als 20 Bücher mit einer Gesamtauflage von rund einer halben Million Exemplaren vorgelegt hat. In den 1970er und 1980er Jahren galt Klees Engagement der Behinderten-Bewegung. Seit Beginn der 1980er Jahre befasste er sich mit der Zeit des Nationalsozialismus. Daraus ist ein umfangreiches publizistisches Œuvre mit richtungweisenden Arbeiten hervorgegangen. Täter und Opfer wurden darin namentlich genannt. Die (Fach-)Presse und einige wenige Medizinhistoriker erkannten die Bedeutung von Klees Arbeit, während die professionelle Geschichtswissenschaft dazu lange schwieg. Klee hat allein gearbeitet, ohne institutionelle und ohne finanzielle Unterstützung. Der Ausnahme-Autor verdient unser aller Anerkennung.

Prof. Dr. Walter H. Pehle
ist Verlagslektor und Honorarprofessor an der Universität Innsbruck. Über zwanzig Jahre lang war er Herausgeber der Buchreihe Die Zeit des Nationalsozialismus (»Schwarze Reihe«) im S. Fischer Verlag in Frankfurt. Walter Pehle wohnt in Dreieich-Buchschlag.

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