Digitaler Flussspaziergang am Fluss Bruno in Kolumbien

by Offenes Klimatreffen Frankfurt veröffentlicht 09.05.2024 , zuletzt geändert 20.05.2024

mit dem kolumbianischen Aktivisten Leobardo Sierra: Für den Erhalt des Flusses Bruno, gegen den Kohleabbau in Kolumbien.

Wann

16.05.2024 ab 18:30 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)

Wo

medico-Haus, Lindleystr. 15

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Seit Jahrzehnten kämpfen die Gemeinden in der Region La Guajira im Norden Kolumbiens gegen den Kohleabbau durch den Konzern Glencore und verteidigen ihr Territorium und ihre Kultur. Denn der Abbau der Steinkohle, auch Blutkohle genannt, verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort massiv und zerstört wertvolle und lebensnotwendige Ökosysteme der Region.

Die Klimakrise, der Bergbau und das Fehlen staatlicher Schutzmaßnahmen und Garantien haben zu Umweltverschmutzung, dem Verlust von Fauna und Flora, einem stetigen Anstieg der Kindersterblichkeitsrate (die Höchste im Land) und einem Rückgang der Wassermenge in Flüssen und Bächen geführt.

Der Fluss Bruno ist zu einem Symbol dieses Kampfes geworden, da 2016 offiziell beschlossen wurde, seinen natürlichen Lauf umzuleiten, um mehr Kohle zu fördern. Doch der Fluss Bruno ist wichtige Lebensader und Wasserspender für die Region. Deshalb wehren sich die Gemeinden seither gegen die Umleitung des Flusses und führen rechtliche und politische Aktionen durch, um dies zu verhindern. 

Wir wissen, dass dieser Fall kein Einzelfall ist, sondern ein strukturelles Problem, das uns alle betrifft. Denn der Kohleabbau in Kolumbien dient hauptsächlich dazu, den nimmersatten Energiehunger von Ländern des Globalen Nordens wie Deutschland zu decken. So soll der Import kolumbianischer Kohle noch erhöht werden. Umso wichtiger ist es, dass auch wir hier in Frankfurt aktiv werden! 

Wir, Offenes Klimatreffen Frankfurt und die Initiative FreeBruno, laden euch deshalb dazu ein, zusammen mit Leobardo Sierra entlang des Flusses Bruno zu spazieren, ihn aus der Nähe kennenzulernen, vom Widerstand der indigenen Gemeinden vor Ort zu hören und gemeinsam ein internationales Netz der Solidarität zur Verteidigung des Lebens und des Wassers zu knüpfen.