Demo Frankfurt: 1 Jahr nach Hanau

erstellt von SDAJ Frankfurt — zuletzt geändert: 2021-02-13T23:05:06+01:00
Kundgebung & Demonstration: Kein Vergeben, kein Vergessen! - Gemeinsam gegen Rassismus!
  • Wann 19.02.2021 von 17:30 (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Friedensbrücke
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Am 19. Februar jährt sich der Anschlag von Hanau, bei dem 9 Menschen aufgrund ihrer Herkunft & ihres Aussehens aus ihrem Leben gerissen wurden.

Ein Jahr, in dem staatliche Organe bei ihrer permanenten Suche nach Einzeltätern wieder einmal zeigten, dass kein Interesse an Aufklärung oder Lösungsansätzen zur Bekämpfung rassistischer Strukturen, besteht. Stattdessen zeigt sich, dass sie Teil des Problems sind.

So sieht der Bundesinnenminister Horst Seehofer bis heute keinen Grund, rassistisches & rechtsextremes Gedankengut innerhalb der Polizei statistisch zu untersuchen. Die aufgeflogenen polizeiinternen Chatgruppen mit eindeutig beleidigenden,sexistischen & rassistischen Inhalten seien nur weitere Einzelfälle.

Derweil verhöhnten die geistigen Brandstifter der AfD die Opfer schon Tage nach der Tat mit Aussagen wie: „Was dort geschah, ist weder linker noch rechter Terror, es ist die wahnhafte Tat eines offenkundig Irren, der in einer Wahnwelt lebte." Mit dieser Verharmlosung & Entpolitisierung der Morde versuchen sie ihre Mittäterschaft & die Gefahr von rechts zu verschleiern.

Rassisten in den Parlamenten, Rassisten von Pegida bis Querdenken auf den Straßen, Rassisten wie Hans Georg Maßen in den Behörden, faschistischer Terror auf den Straßen von Halle bis nach Hanau vom NSU zum NSU 2.0 und von diversen Polizeiskandalen. All dies zeigt, dass unsere Gesellschaft ein schwerwiegendes, strukturelles Rassismusproblem hat.

Aus diesem Grunde wollen wir den Jahrestag am 19.2. zum Anlass nehmen, um auf die Straße zu gehen & an die Opfer zu erinnern, auf dass sie niemals in Vergessenheit geraten mögen. Wir wollen auf die Straße gehen, um zu erinnern, aber auch um klar zu sagen: Es reicht!

Wir wollen auf die Straße gehen, um zu zeigen, dass Rassismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben kann!

Wir kämpfen gegen Kriegstreiberei, gegen schlechte Arbeitsbedingungen, Privatisierungen, die Krisenpolitik im Sinne der Banken & Konzerne, die auf dem Rücken von Migrantinnen & Migranten, Geflüchteten und Arbeiterinnen & Arbeitern ausgetragen werden und die den Nährboden für rassistische & faschistische Organisationen und Parteien liefern.

Setzt am 19.2. mit uns ein Zeichen!

Bündnis "Hanau - kein Vergessen" Ffm