*abgesagt wg. Corona* Wessen Freund - Wessen Helfer? Ein kritischer Blick auf die Staatsgewalt

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2020-03-13T16:53:04+02:00
Podiumsdiskussion: Polizeigewalt und rechtsextreme Strukturen in der Polizei
  • Wann 30.03.2020 von 19:00 (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Haus am Dom, Domstr. 3
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Diskutieren werden:

  • Daniel Loick, Philosoph und Sozialwissenschaftler

  • Olivia Sarma, response. Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt

  • Pearl Hahn, Stadtverordnete Die Linke. im Römer

  • Frank Tempel, Kriminaloberkommissar a.D.

Für die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft ist die Polizei eine wichtige Institution. Kaum jemand bestreitet die Notwendigkeit des Polizeiapparats. Polizist ist eines der angesehensten Berufe in Deutschland.

Wie jemand über die Polizei denkt, hängt aber davon ab, welche Erfahrungen mit ihr gemacht wurden. Für viele ist die Polizei „Freund und Helfer“. Andere haben eine unterschiedliche Perspektive. Menschen, die täglich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrem sozialen Status und anderer Merkmale angehalten und kontrolliert werden, nehmen die Polizei anders wahr. Polizei-Einsätze werden von ihnen bestenfalls als unnötige Schikane und schlimmstenfalls als lebensbedrohliche Situationen wahrgenommen.

Wenn es um die Frage von Rassismus innerhalb von Behörden geht, werden die Vorfälle als Einzelfälle abgetan. Der Frage, ob diese Fälle nicht aus den Strukturen heraus zu erklären sind, wird überhaupt nicht nachgegangen.

Doch spätestens nach den öffentlich gewordenen Verbrechen des sogenannten NSU, nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke im Juni 2019, dem Anschlag in Halle im Oktober 2019 und den Morden in Hanau sollte deutlich sein, dass Deutschland ein Problem mit rechtsextremer Gewalt und Rassismus hat.

Umso alarmierender ist es, wenn sich Rechtsextreme ausgerechnet dort ausbreiten können, wo das staatliche Gewaltmonopol angesiedelt ist: im Polizeiapparat.