Ausstellung: Amira Hartmann "whose spaces/breaking defaults"

erstellt von +FEM-Kollektiv — zuletzt geändert 2023-10-16T10:12:41+01:00
Das feministische Kollektiv +FEM zeigt vom 27. Oktober bis 11. November 2023 Arbeiten der Fotografin Amira Hartmann. Vernissage: 27. Oktober, 19 Uhr, Finissage: 11. November, 18 Uhr
  • Wann 11.11.2023 ab 18:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo MARS Frankfurt, Ginnheimer Landstr. 35
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Hartmanns Fotografien porträtieren weibliche, nicht-binäre und queere Positionen aus subkulturellen Szenen. Das Rechercheprojekt mit dem Titel »whose spaces/breaking defaults« hinterfragt patriarchale Strukturen in urbanen Gemeinschaften, die sich teilweise in der heteronormativen Gesellschaft widerspiegeln.

Indem es Defizite thematisiert und Lösungsansätze für die Gestaltung inklusiver Räume anbietet, macht das Projekt all jene Perspektiven sichtbar, die in den Erzählungen verschiedener Communities unterrepräsentiert bleiben. So fördert die fotografische Serie den Diskurs um Inklusivität und Vielfalt im öffentlichen Raum. Nicht nur in ihren dokumentarischen Fotografien, sondern auch mit Hilfe von Interviews fragt Hartmann, was die Identitäten und Hoffnungen von Frauen, non–binären und queeren Personen in männlich–dominierten Räumen ausmacht und welche Bedeutung die Mitglieder der jeweiligen Gruppen ihnen beimessen. Collageartig werden die Bilder durch Textpassagen ergänzt, die aus intimen Gesprächen stammen. In Form einer Installation auf mehreren Wänden vermitteln Hartmanns Arbeiten ein Miteinander der Abgebildeten – derjenigen, die zusammenarbeiten, um Netzwerke der Solidarität aufzubauen und kollektive und inklusive Räume zu schaffen.    

Amira Hartmann ist eine multidisziplinäre Künstlerin mit Wohnsitz in Köln. Sie hat einen Master of Arts in Kommunikationsdesign mit den Schwerpunkten Fotografie und Journalismus an der Peter Behrens School of Arts in Düsseldorf erworben. Ihre künstlerische Praxis ist an der Schnittstelle dieser Disziplinen angesiedelt und befasst sich mit soziokulturellen und -politischen Themen in städtischen Umgebungen und deren Communities. Hartmann verfolgt in ihrer Kunst einen Ansatz, der Elemente des Künstlerischen, des Dokumentarismus und der Poesie verbindet.  

+FEM ist ein feministisches Kollektiv von Künstler:innen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen. Es wurde 2017 von Kristina Mukhacheva und Naomi Rado initiiert. Sein Ziel ist es, einen feministischen safe space für Austausch, Zusammenarbeit und künstlerisches Arbeiten zu schaffen, insbesondere für Personen, die sich als weiblich, nicht-binär und/oder queer identifizieren.

Die Einzelausstellung von Amira Hartmann findet im MARS in Frankfurt statt. Der Offspace wurde 2022 von den Künstler:innen Anna Nero, Robert Schittko und Marcel Walldorf gegründet.

Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt von Ladiez. Kulturelle und politische Bildung für Frauen e.V. und dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main.  

Mehr Infos: www.plusfem-collective.com

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