Betriebsratswahl – kein wirklich anerkanntes Recht

erstellt von Club Voltaire — zuletzt geändert 2022-03-18T12:54:49+02:00
mit Horst Gobrecht, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Einzel- und Großhandel Südhessen. Im Club und online
  • Wann 04.04.2022 ab 19:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC200)
  • Wo Club Voltaire, Kleine Hochstr. 5
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Seit der Novemberrevolution 1918 werden hierzulande – mit Unterbrechung durch den Faschismus – Betriebsräte gewählt. Derzeit läuft bis Ende Mai die Wahlkampagne, in der die Vertretungen für die kommenden vier Jahre bestimmt werden. Das 50-jährige Jubiläum des heute geltenden Betriebsverfassungsgesetzes wurde jüngst von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besonders gewürdigt.

Doch in der betrieblichen Praxis ist dieses Recht sehr häufig noch nicht „angekommen" oder immer noch hart umkämpft. Nicht nur bei „kleinen Krautern", sondern selbst in namhaften Unternehmen werden Initiativen zur Wahl einer Interessenvertretung der Beschäftigten im Keim erstickt, unter teils fragwürdigen Druck gesetzt, Wahlvorstandsmitglieder gekündigt oder Betriebsräte schikaniert, bis sie aufgeben.

Horst Gobrecht wird Beispiele aktueller Auseinandersetzung um die Wahl und den Erhalt von Betriebsräten aufzeigen und Probleme diskutieren, die sich daraus ergeben: Wie haben sich Akteur*innen verhalten oder hätten sich verhalten sollen, was ist notwendig, um Angriffen entgegenzutreten und sie halbwegs unbeschadet zu überstehen? Selbstverständlich wird dabei auch nicht die Frage ausgespart: Kann eine gute, weil konsequente Arbeit als Betriebsrat ohne Kooperation mit der für die Branche verantwortlichen DGB-Gewerkschaft geleistet werden – und was läuft dabei manchmal von beiden Seiten schief?

Anmeldung für Teilnahme in der Kneipe bitte ausschließlich über das Formular

Teilnahme per Video: http://club-voltaire.de/video