Antifa-Kneipe: Was bedeutet reproduktive Freiheit?

erstellt von Antifaschistische Basisgruppe ffm/of — zuletzt geändert 2024-02-02T13:06:24+02:00
Vortrag & Diskussion mit Dr. Antje Schrupp
  • Wann 23.02.2024 ab 19:00 Uhr (Europe/Berlin / UTC100)
  • Wo Café Kurzschlusz, Kleiststr. 5
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Alle Menschen müssen geboren werden, aber nur die Hälfte von ihnen kann selbst schwanger werden. Was bedeutet eine solche Ungleichheit für politische Freiheitskonzepte? Die patriarchale Kultur hat diese Frage mit einer heteronormativen Geschlechterordnung beantwortet. Menschen mit Uterus wurden als “Frauen” kategorisiert, entrechtet und ihre Körper kontrolliert.

Bis heute ist die Möglichkeit, eine unerwünschte Schwangerschaft zu beenden, vielerorts illegalisiert. Global gesehen gibt es sogar Bestrebungen, Abtreibungen vollkommen unmöglich zu machen. Auch liberale und demokratische Bewegungen argumentieren dabei viel zu defensiv. Und es geht bei dem Thema auch nicht um den Zugang zu Abtreibungen. Ebenso wichtig ist das Recht, schwanger zu werden und Kinder in Freiheit zu gebären.

Das Thema berührt viele aktuelle Entwicklungen, von neuen Familien- und Lebensformen bis zu nicht-binären Geschlechterkonzepte, von ungerecht verteilter Care-Arbeit bis zu Reproduktionstechnologien und Leihmutterschaft. Eine feministische Ethik der Reproduktion besteht darauf, dass Freiheits- und Menschenrechte auch für Menschen gelten müssen, die schwanger werden können oder schwanger sind.

Dr. Antje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin und lebt in Frankfurt am Main. 2019 erschien ihr Buch “Schwangerwerdenkönnen. Essay über Körper, Geschlecht und Politik” (Ulrike Helmer Verlag), 2022 der Band “Reproduktive Freiheit. Eine feministische Ethik der Fortpflanzung” (Unrast Verlag).

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