Zum Gedenktag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki

erstellt von Friedensinitiative Rödelheim — zuletzt geändert 2022-07-29T09:09:17+02:00
Hiroshima mahnt NICHT!!! Jedenfalls nicht die Bundestagsabgeordneten, die am 3. Juni 2022 das sogenannte “Sondervermögen” von 100 Milliarden Euro absegneten. Denn die Waffen, die damit finanziert, exportiert und eingesetzt werden sollen, bringen die Welt endgültig an den Abgrund eines atomaren Schlagabtauschs zwischen NATO und Russland – ein tausendfaches Hiroshima!

Die 100 Milliarden werden aus Steuergeldern stammen, also von denjenigen, die das größte Interesse daran haben, dass Kriege vermieden werden.

Für die politisch Verantwortlichen war die Aufrüstungsspirale schon seit Langem geplant - für die Zukunft soll eine auf Jahrzehnte angelegte Hochrüstung folgen, siehe Beschlüsse des NATO-Gipfels in Madrid, Anfang Juni dieses Jahres.

Jedem vernünftigen Menschen ist klar, dass wir uns rasant mindestens zwei Abgründen nähern: Dem Kollaps des Weltklimas und dem finalen Krieg zwischen NATO und Russland. In den letzten Jahrzehnten ist die NATO immer weiter an die Grenze Russlands herangerückt, bis es ihr heute, mit den neuen US-Hyperschallraketen “Dark Eagle”, möglich ist, Moskau in 5 Minuten zu erreichen. Die Folge wäre ein Atomkrieg.

Diese Hyperschallraketen sollen nun in Deutschland stationiert und von Deutschland aus kommandiert werden. Das ist eine furchtbare Gefahr in erster Linie für die Bevölkerung Russlands und Deutschlands.

Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf:

Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu fördern - nicht die Verlängerung des Krieges!

Keine Waffen in die Ukraine zu schicken!

Stopp den Sanktionen! Ein Klima schaffen, das Verhandlungen erst möglich macht!

Keine Stationierung von Hyperschallwaffen in Deutschland!

Keine irrsinnige Aufrüstung durch das sogenannte ”Sondervermögen”!

Eine diplomatische Offensive, wie sie Südafrika vorschlägt!

Hiroshima und Nagasaki ernst nehmen!

Die Friedensinitiative Rödelheim und Mitglieder der japanischen Gemeinde in Frankfurt laden wieder ein zu der diesjährigen Gedenkzeremonie, dem Hiroshima-Gedenktag.

Treffpunkt: Samstag, 6. August 2022, Bahnhofsvorplatz Rödelheim (Baruch-Baschwitz-Platz).
19:00 Uhr. Danach führt der Mahngang durch Rödelheim bis zur Nidda (Solms-Park, am Blauen Steg).

Dort, ca. um 20:00 Uhr, wird mit einer O-Bon-Zeremonie und traditionellen Tänzen aus Japan an die Toten der Atombombenabwürfe erinnert
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Pressemitteilung 28.7.2022