Ziviler Ungehorsam vor der Europäischen Zentralbank

erstellt von XR Frankfurt — zuletzt geändert: 2019-10-30T19:36:47+00:00
Gemeinsam mit Fridays for Future zur Amtseinführung von Christine Lagarde

Hitzesommer, Waldbrände, „Fridays for Future“, Kohlekompromiss – der ökologische Kollaps ist in aller Munde und doch treffen die Verantwortlichen in der (Finanz-)Politik und Wirtschaft nicht die notwendigen Entscheidungen, um die Klimakatastrophe abzuwenden.
Die Extinction Rebellin (XR) Ortsgruppe Frankfurt möchte daher zur Amtseinführung von Christine Lagarde als neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) am 1.11.2019 erneut auf die Dringlichkeit eines schnellen Handelns seitens der Verantwortlichen aufmerksam machen.

Am Freitag, den 1. November, wird eine Aktion vor der EZB stattfinden. Gemeinsam mit „Fridays for Future“ Frankfurt demonstrieren die Rebell*innen zunächst ab 12 Uhr, Start ist am Römer.
Am Ende der Demonstration – gegen 14 Uhr – wird es vor der EZB einen „Sektempfang“ für Christine Lagarde und weitere kreative Einlagen im Stile von XR geben. Unter dem Motto „Lasst die Wälder wachsen, nicht die Wirtschaft!“ wird Christine Lagarde ein Baum übergeben. Außerdem werden Rebell*innen eine Aktion gewaltfreien zivilen Ungehorsams durchführen.
„Noch immer finanzieren viele Banken klimaschädliche Industriezweige. Die EZB versorgt diese Banken mit günstigen Krediten und kauft darüber hinaus Firmenanleihen von Unternehmen mit ökologisch fatalen Geschäftsmodellen. Klimaschädliche Investitionen müssen jetzt gestoppt werden!“ so Marcel Schieferstein von XR Frankfurt.
„Christine Lagarde selbst sieht den Klimawandel als eine der drängendsten Herausforderungen der Menschheit an. Daher muss die Geldpolitik der EZB zukünftig den Wandel zu einer CO 2 – neutralen Wirtschaft massiv vorantreiben.“, sagt XR-Aktivistin und Soziologin Nathalie Bromberger Zwar gibt in der europäischen Finanzpolitik auch Lichtblicke, beispielsweise die EIB (Europäische Investitionsbank), die nur noch in klimafreundliche Technologien investieren möchte. Aber: „Genau aus diesem Grund wird die EIB momentan von europäischen Regierungen und Geschäftsbanken unter Druck gesetzt. Damit muss Schluss sein!“, fordert Harry Unger, Handwerker und XR-Rebell.
Extinction Rebellion Frankfurt, Pressemitteilung