Teves-Gelände: Sozial und nachhaltig bebauen!

erstellt von DIE LINKE. Fraktion im Römer — zuletzt geändert: 2020-05-29T10:58:22+02:00
Die Fraktion DIE LINKE. im Römer fordert, dass der östliche Teil des Teves-Geländes im Gallus sozial, inklusiv und ökologisch nachhaltig bebaut wird.

Eyup Yilmaz, wohnungs- und planungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer, kommentiert die Forderungen: „Auf diesen stadteigenen Grundstück sehen wir die Chance, ein Quartier zu schaffen, in dem alle leben können. Insbesondere inklusive, barrierefreie und rollstuhlgerechte soziale Einrichtungen und Wohnungen gibt es in Frankfurt viel zu wenig. Die können hier gut entstehen!“

Im Gallus zeigt das Mehrgenerationenhaus in der Idsteiner Straße seit Jahren, dass das Leben unter einem Dach mit Kindern, Jugendlichen und Älteren sehr gut funktioniert. „Dieses Konzept wollen wir auf ein ganzes Quartier erweitern!“, so Yilmaz.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forderungen ist eine ökologische Gestaltung des Grundstücks. Mit minimalem Flächenverbrauch, einer guten Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, einer fahrradfreundlichen Infrastruktur und begrünten Fassaden und Dächern solle die Stadt vorangehen: „Ökologische Stadtentwicklung darf kein leerer Begriff bleiben, sondern muss hier mit Leben gefüllt werden!“

Es solle anders gemacht werden als bei vielen anderen Flächen, die die Stadtregierung Investoren überlässt. Denn dann würde ausschließlich profitorientiert gebaut und nicht zum Wohl der Menschen: „Das muss sich ändern!“, so Yilmaz. „Gerade im Gallus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Teves-Gelände entstehen 1.600 Wohnungen neu. Davon ist nur ein winziger Bruchteil bezahlbar. Rollstuhlgerechte Sozialwohnungen sucht man in Frankfurt mit der Lupe.“

DIE LINKE fordert außerdem einen autofreien öffentlichen Raum, Grünflächen und Platz für Kinder und Jugendliche. „Zentral an unseren Forderungen ist, dass die Stadt das Grundstück nicht verkauft. Nur so kann ein soziales und nachhaltiges Quartier entstehen, das als Vorbild für weitere Baumaßnahmen gelten kann. Die Stadt muss viel mehr Wohnraum und öffentlichen Raum selbst entwickeln anstatt den Investoren den Städtebau zu überlassen!“

Der Antrag zum Teves-Gelände wird voraussichtlich am 22. Juni in der Sitzung des Planungsausschusses öffentlich diskutiert.

DIE LINKE. Fraktion im Römer, Pressemitteilung, 27. Mai 2020