Studie belegt Magistratsversagen

erstellt von DIE LINKE. im Römer — zuletzt geändert: 2019-03-20T16:30:51+00:00
Die Bewohner*innen der Knorrstraße im Frankfurter Stadtteil Gallus werden aus ihren Wohnungen des Wohnungsunternehmens Vonovia verdrängt.

Dies geht aus einer Untersuchung des Instituts für Humangeographie der Goethe-Universität unter Leitung von Prof. Dr. Sebastian Schipper hervor.

Dazu Eyup Yilmaz, planungs- und wohnungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer: „Die Bewohner*innen der Knorrstraße stehen stellvertretend für viele Frankfurter*innen und die Gentrifizierung der Stadt. Die Menschen verlieren ihre Wohnungen und ihr soziales Umfeld, während der Magistrat tatenlos zuschaut. Trotz Milieuschutzsatzung wird nichts gegen die Verdrängung unternommen. Im Gegenteil! Die Mieter*innen der Knorrstraße müssen rechtlich fragwürdige Mietsteigerungen hinnehmen, die mit der Installation nicht barrierefreier Aufzüge begründet wird. Das ist grotesk!“

Der Mieterrat Knorrstraße hat sich mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Peter Feldmann gewandt. Darin bittet er um Stellungnahme zu den Vorgängen in der Knorrstraße und der Rolle des Bauamtes bei der Genehmigung der Aufzüge im Erhaltungssatzungsgebiet.

Die Menschen erwarten – völlig zu Recht – , dass die Stadt ihrer Verantwortung nachkommt und sie vor unrechtmäßigem Vorgehen des Wohnungsunternehmens schützt. Der Magistrat darf sich nicht weiter hinter Ausreden verstecken, sondern muss handeln“, fordert Yilmaz.

Fraktion DIE LINKE. im Römer, Pressemitteilung, 20.3.2019