Spenden für solidarische Projekte

erstellt von redaktion — zuletzt geändert: 2017-01-17T00:31:52+00:00
Den Jahreswechsel nehmen wir zum Anlass, um an Eure Spendenfreudigkeit zu appellieren. Dazu machen wir im folgenden vier Vorschläge.

Es geht dabei um Organisationen und Projekte, denen wir vertrauen, die aus Frankfurt heraus operieren und die alle Hilfe zu Selbsthilfe leisten.

Unsere Vorschläge entstammen auch der Sorge um die aktuelle Situation in der Welt und die Flüchtlingspolitik. Kurdische Selbstverwaltung im Irak und in Syrien erfährt sicher nicht die notwendige Aufmerksamkeit durch die Politik in Deutschland, eher im Gegenteil. Dasselbe gilt auch für das Project Shelter in Frankfurt, das trotz vielfacher Angriffe konsequent weitermacht. Es ist klar, dass Solidarität sich nicht in Spenden erschöpfen kann, aber klar ist auch, dass solidarische Projekte wie diese auch Geld brauchen.

In diesem Sinn wünschen wir allen ein gutes neues Jahr im Kampf für eine bessere Welt.

Die Redaktion

 

Haukari

Liebe Freundinnen und Freunde von HAUKARI e.V., lange habt Ihr/haben Sie nichts von uns gehört. Das ist vor allem der akuten Krisensituation im Irak und Kurdistan geschuldet: Angesichts von 1,6 Millionen Binnengeflüchteten allein in der kurdischen Region und anhaltenden Kämpfen gegen den „Islamischen Staat“ haben wir unsere Arbeit ausgeweitet und leisten vor allem in der Region Germian Hilfe für Geflüchtete und die sie aufnehmenden kurdischen Gastgemeinden.

Aber auch unsere langjährigen Partner und Projekte, das Frauenzentrum KHANZAD und das Erinnerungsforum für Anfal überlebende Frauen in Rizgary, arbeiten weiter, rücken in der Krise näher zusammen und verstärken und unterstützen sich gegenseitig. …

Und eine wichtige Information: Das Spendenkonto bei der Postbank Frankfurt/ M. wurde uns nach 20 Jahren ohne Angabe von Gründen kurzfristig (exakt zu Weihnachten) gekündigt. Über die Hintergründe können wir nur spekulieren, da die Postbank keine Auskunft gibt. Wie auch immer: Ein empörender und unsere Arbeit erschwerender Schritt angesichts der dringend benötigten humanitären Hilfe für Kurdistan-Irak.

Hier ist unser neues Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft:

HAUKARI e.V.

IBAN: DE82 5502 0500 0008 6286 00

BIC: BFSWDE33MNZ

In der aktuellen Konfliktsituation in Kurdistan-Irak benötigen wir für die Weiterführung unserer Projekte dringend Spenden!

Angesichts der beunruhigenden Weltlage wünschen wir uns und Euch/Ihnen allen eine besonnene aber aktive Vorweihnachtszeit.

Euer/Ihr HAUKARI-Team

Susanne Bötte, Haukari e.V.

http://www.haukari.de

 

Städtepartnerschaft Kobanê-Frankfurt

Im Juli 2016 hat sich eine Initiative für eine Städtefpartnerschaft Kobanê-Frankfurt zusammengefunden und sogleich mit der Unterstützung des Baus eines Waisenhauses begonnen.

Der tolle Spendenverlauf in Frankfurt hat auch Initiativen in anderen Städten angeregt und motiviert. Damit kann der Bau des Waisenhauses in Kobane beschleunigt werden.

Spendenentwicklung:

09.12.2016    52.207,- Euro

08.11.2016    43.366,- Euro

14.10.2016    22.080,- Euro

09.09.2016     13.437,-Euro

02.09.2016    10.897,- Euro

20.08.2016      9.569,- Euro

05.08.2016      7.969,- Euro

20.07.2016      5.269,- Euro

Es kann unter Angabe im Verwendungszweck: “Spende Kobane“ an die „Stiftung LAGG, ein anderes Frankfurt“ gespendet werden. Die Stiftung ist gemeinnützig und kann entsprechend Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen. Alle Spenden unter diesem Stichwort werden zu 100% an das Solidaritätsprojekt weitergeleitet.

Stiftung LAGG, ein anderes Frankfurt

Volksbank Griesheim e. G.

IBAN: DE17 5019 0400 0012 2256 01

BIC: GENODE51FGH

Verwendungszweck: Spende Kobane

Mit solidarischen Grüßen

Lothar Reininger

Das kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad e.V. hat einen Bericht der Selbstverwaltung von Kobane veröffentlicht:

Zwischenbilanz und Schwierigkeiten.

Die Stadt Kobanê musste während den brutalen Angriffen des Islamischen Staates (IS) einen hohen Preis zahlen. Die Besatzungsangriffe des Islamischen Staates auf Kobanê haben den anfänglichen Entwicklungen im sozialen, kulturellen, politischen und städtischen Bereich, die parallel zu den entstandenen revolutionären Bedingungen in Syrien unternommen wurden, einen großen Schlag versetzt. Hier weiterlesen:

http://civaka-azad.org/der-wiederaufbau-von-kobane-zwischenbilanz-und-schwierigkeiten/

 

medico international

Es gibt keinen Ausweg aus der Krise … Ausser Solidarität

Unser Spendenaufruf zum Jahresende widersetzt sich der Rede von Alternativlosigkeit. Für praktische Solidarität und die grenzüberschreitende Verwirklichung der Menschenrechte.

Haifa al-Eid möchte zurück nach Deirez-Zor, eine Stadt mit 200.000 Einwohnern, gelegen in einer fruchtbaren Region, umgeben von Baumwollfeldern. Die Hängebrücke über den Euphrat ist eine Touristenattraktion. Besser: war es. Denn Deir ez-Zor ist eine umkämpfte Zone des Krieges in Syrien, auf die Regierungsbomben fallen und von der aus islamistische Gruppen Videos von Hinrichtungen in alle Welt schicken. Haifa al-Eid ist diesem Geschehen entflohen und lebt mit ihrer Familie seit vier Jahren im Libanon, in Burj el Barajneh südlich von Beirut. In Deirez-Zor besaß sie ein mehrstöckiges Haus, hier mietet sie für 200 Dollar einen feuchten Verschlag, bei dem der Putz von den Wänden bröckelt. Burj el Barajneh ist einer der vielen unbekannten Orte auf dem Planeten der Flüchtlinge und Haifa ist eine von über einer Million syrischen Geflohenen im Libanon. Jeder Fünfte ist hier ein Flüchtling. Aber Europa wähnt sich überfordert!

Der 91-jährige Soziologe Zygmunt Bauman, der die Verfolgung der europäischen Juden durch Nazi-Deutschland überlebte, spricht angesichts der Enthumanisierung der Flüchtlinge von der „Sünde der Gleichgültigkeit“. Dieser hält er entgegen: „Es gibt keinen anderen Ausweg aus der Krise, in der die Menschheit sich befindet, als Solidarität.“ Dieser Idee fühlt sich auch medico international in der Arbeit mit Partnern im Libanon wie in vielen anderen Regionen der Welt verpflichtet. In einer „unheilbar ambivalenten“ Welt widersetzt sich die Solidarität der Rede von der Alternativlosigkeit.

Über die praktische Solidarität hinaus geht es medico auch um die grenzüberschreitende Verwirklichung der Menschenrechte.

Hannah Arendt, die deutsch-jüdische Philosophin, sprach von dem „Recht, Rechte zu haben“. Menschenrechte als Teil einer rechtlich verfassten Gemeinschaft müssen heute global verwirklicht werden.

Eine wesentliche Voraussetzung für Solidarität ist, dass Menschen nicht Objekte von Hilfe sind, sondern Subjekte, die Rechte besitzen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Viele Arbeiten unserer Partnerorganisationen in aller Welt sind so angelegt. ... Auch Haifa al-Eid, die Syrerin in Beirut, erzählt mit ihren Bildern vom Leben von Geflüchteten. Es sind Bilder gegen die Enthumanisierung.

Wir bitten Sie mit diesem Aufruf um eine Spende für medico oder besser noch um eine dauerhafte Fördermitgliedschaft.

Medico international und viele Partnerinnen und Partner sind Teil eines globalen Netz-werkes der Solidarität, in dem die Menschenrechte und das Recht auf Rechte eines jeden und einer jeden die leitenden Motive des Handelns sind. Für Ihre Unterstützung danke ich im Voraus.

Mit solidarischen Grüßen

Katja Maurer, Leiterin der Öffentlichkeitsabteilung medico international

http://www.medico.de

medico international

IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00

BIC: HELADEF1822

Frankfurter Sparkasse

 

Project Shelter

Wir brauchen Geld für die Miete der WG-Zimmer, in denen Migrant*innen untergebracht sind, die Fahrtkosten zu Treffen, Veranstaltungen und ähnlichem, sowie Reisekosten beispielsweise nach Italien zur Verlängerung des Aufenthaltstitels. Solltet Ihr uns unterstützen wollen, spendet bitte auf das folgende Konto (ACHTUNG: Wir können keine Spendenquittungen ausstellen – Sorry)

Frankfurter Unterstützung gegen Europäische Exklusion (FUGEE) e.V.

IBAN: DE27 5019 0000 7800 0152 48

BIC: FFVBDEFFXXX (Frankfurt/Main)

Frankfurter Volksbank

Seit Dezember 2014 versuchen wir obdachlose Geflüchtete in Wohnungen in Frankfurt/Main unterzubringen. Sehr schnell stellten wir fest, dass bei weitem nicht genügend Plätze in Wohngemeinschaften zur Verfügung stehen, und wir entschlossen uns, auf politischen Weg eine langfristige Lösung zu suchen. Wir fingen an uns regelmäßig mit obdachlosen Geflüchteten zu treffen und so entstand im Januar 2015 das Project Shelter. Eine Gruppe aus Pass- und nicht Passdeutschen, die direkt an den Bedürfnissen der Geflüchteten anknüpft.

Unsere Ziele konzepieren sich aus den Bedürfnissen und Erfordernissen der Migranten. Unser Hauptziel ist es ein selbstorganisiertes Zentrum für Geflüchtete und Migrant*innen im Allgemeinen aufzubauen.

Das Zentrum soll verschiedene Nutzungsmöglichkeiten bieten, das den Menschen Raum für ihre persönlichen Bedürfnisse bietet. Es soll durch eigene Gestaltung entstehen und wachsen. So sollen sprachliche, kulturelle und soziale Programme angeboten werden, die mit einer Verknüpfung zu anderen Partnerorganisationen entstehen. Zusätzlich sollen (temporäre) Unterkünfte für obdachlose Geflüchtete und Migrant*innen geboten werden, die auch als Rückzugsräume dienen sollen.

http://Projectshelterffm.tumblr.com/

http://www.facebook.com/Project.Shelter.FFM/?ref=page_internal