Solidarität mit dem Warnstreik am Uniklinikum Frankfurt am Main

erstellt von Achim Kessler — zuletzt geändert: 2019-02-27T12:58:48+00:00

Anlässlich des heutigen Warnstreiks am Uniklinikum Frankfurt am Main erklärt der hessische linke Bundestagsabgeordnete Achim Kessler:

„Ich unterstütze die Forderungen der Kolleginnen und Kollegen am Uniklinikum Frankfurt bei ihrem heutigen Warnstreik. Sie fordern eine Erhöhung der Tabellenentgelte und -vergütungen um 6 Prozent, bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, mehr Zusatzurlaub für Wechselschichten und höhere Zuschläge. Diese Forderungen kommen uns allen zugute, weil bessere Arbeitsbedingungen den Pflegeberuf wieder attraktiver machen und so helfen, den Pflegenotstand zu beheben.

Nicht der Streik gefährdet die Gesundheit der Patientinnen und Patienten, sondern der Normalzustand an den Kliniken! Es ist beschämend, dass gerade im Gesundheitssektor die Ökonomisierung in allen Bereichen Einzug gehalten hat und der entsprechende Druck vor allem zu Lasten der Beschäftigten geht. Nach über 20 Jahren Stellenabbau fehlen heute rund 100.000 Pflegekräfte in den Krankenhäusern. Dieser untragbare Zustand führt zu Arbeitsverdichtung für die Beschäftigten, fehlender Zuwendung und gesundheitlichen Risiken für die Patientinnen und Patienten.

Krankenhäuser gehören in öffentliche Hand. Das Fallpauschalensystem muss abgeschafft werden. Wir brauchen endlich eine bedarfsgerechte Finanzierung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal in den Kliniken. Ich wünsche den Streikenden für ihren Kampf viel Erfolg und Durchhaltevermögen!“

Pressemitteilung, Achim Kessler, MdB dieLINKE