Ostern wieder auf die Straße - abrüsten statt aufrüsten

erstellt von Friedens- und Zukunftswerkstatt — zuletzt geändert: 2021-03-29T11:00:01+02:00
Trotz der Erfahrungen beim letztjährigen Ostermarsch – als die Aktionen verhindert und zum Teil verboten wurden - bereiten die regionalen und örtlichen Friedensiniti­ativen in diesem Jahr zu Ostern vielfältige Aktionen vor, wie wieder der „Frieden“ auf die Straße und in die Köpfe der Menschen gebracht werden kann. Bei der Durchsicht der Meldungen zeigt sich, dass neben den traditionellen Aktionsorten auch neue Initiativen mit neuen Aktionsformen sich zu Wort melden.

In den Aufrufen wird festgestellt, dass die Corona-Pandemie als Brandbeschleuniger in aktuellen Konflikten und gesell­schaft­lichen Gewaltverhältnissen wirkt: „Ich zuerst!“ statt „Wir gemeinsam!“ Das Gespenst des Nationalismus zerstört den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die internationale Kooperation. Dazu kommt ein menschenverachtender Umgang mit Flüchtenden. Weltweit steigen die Rüstungsausgaben, statt in Gesundheit, Bildung und sozial-ökologischen Umbau zu investieren.

Vor allem durch Abrüstung und den Aufbau gegenseitigen Vertrauens können die weltweiten Probleme gelöst werden. „Abrüsten statt aufrüsten“ ist das Gebot der Stunde. Unsere Zivili­sation ist auf Gegenseitigkeit angewiesen, um Frieden zu schaffen und gut miteinander zu leben. Immer neue Kriegs- und Zerstörungsmittel passen nicht in die eine gemeinsame friedliche Welt.

Auf die Tagesordnung gehört eine neue Friedens- und Entspannungspolitik, ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierter Abrüstung in Europa und weltweit. So muss unbedingt der vor geraumer Zeit abgebrochene Dialog mit Russland wieder aufgenommen werden; dies auch gerade angesichts des anstehenden 80sten Jahrestages des Überfalls auf die Sowjetunion.

Die Einsicht wächst, dass ohne Druck auf die Regierenden sich nichts bewegt. Deshalb wollen wir beim Ostermarsch mit allen demokra­ti­schen, sozial-ökologischen und antirassis­ti­schen Bewegungen gemeinsam demonstrieren. Neben Frankfurt soll es wieder Unterstüt­zung für weitere Aktionen zu Ostern in Hessen - Bruchköbel (Karfreitag), Mainz/Wiesbaden, Limburg, Erbach/Michelstadt, Gießen, Fulda, Eschwege und in Kassel (alle am Ostersamstag) und Marburg am Ostermontag - geben.

Auftakte sind für Frankfurt wieder am Ostermontag, 5. April 2021 in Darmstadt, Offenbach, Eschborn, Frankfurt- Rödelheim, Frankfurt- Eckenheim (US-Generalkonsulat) und Frankfurt-Niederrad geplant. Von diesen Auftakten soll zum Römerberg demonstriert werden, wo ab 13.00 Uhr die Antikriegskundgebung stattfinden wird.  

Als Redner:innen sind dabei: die Vertreterin der DIDF-Jugend, Dirimsu Derventli, der Theologe Eugen Drewermann, Cora Mohr für Rheinmetall-Entwaffnen Rhein Main, für die französische Friedensbewe­gung Alain Rouy vom Mouvement de la Paix,  Joe Reinhartz  von Greenpeace. Die Moderation wird Philipp Jacks, der Vorsitzende des DGB Frankfurt – Rhein-Main übernehmen.

Kulturbeiträge mit Gabriele Kentrup, die Gruppe Politokk u. das Lale Kocgün Ensemble runden die Kundgebung ab.

Pressemitteilung 28.3.2021