NGO-Expert:innen aus der Türkei zu Besuch in Deutschland

erstellt von IPPNW — zuletzt geändert: 2021-10-07T16:25:32+02:00
IPPNW-Türkei-Delegation lädt ein vom 9. bis zum 29.10.2021

Die IPPNW Deutschland (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) hat im Anschluss einer Türkei-Reise einige Ihrer Gesprächspartner:innen in der Türkei, Elif Turan (Ärztin, Ärztekammer Diyarbakır, TIHV/Menschenrechtsstiftung der Türkei), Mustafa Altıntop, Sozialarbeiter, TIHV), İshak Dakak (Psychologe, TIHV), Ergül Rengin (Rechtsanwältin ÖHD/Verein Jurist:innen für Freiheit), Yeter Erel Tuma (Vorsitzende Rengarenk Umutlar/Verein für Kinder aus benachteiligten Familien in Sur) und Ayşe Serra Bucak-Kücük (Dolmetscherin) zu einem Besuch in Deutschland eingeladen.

Wie kann unter den Bedingungen eines autoritären Regimes wie in der Türkei die Arbeit für Demokratie und Menschenrechtefortgeführt werden? Wie kann in dieser Situation unsere Solidarität aussehen? Wie können wir uns bei all den Beschränkungen gegenseitig bestärken?

Die IPPNW Deutschland wird vom 9. bis zum 29.10.2021 mit seinen Gästen in Braunschweig, Hannover, Berlin und mehreren Stationen in Süddeutschland Personen des öffentlichen Lebens und zivilgesellschaftliche Gruppen treffen, sich über medizinische, psychologische und friedenspädagogische Arbeit austauschen und Netzwerke knüpfen.

Am 14.10.2021 veranstalten das Friedenszentrum Braunschweig e.V. und das Friedensbündnis Braunschweig in Kooperation mit dem IPPNW Braunschweig eine öffentliche Veranstaltung zu den Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen und friedenspolitischen Engagements.

Auch in den kurdischen Regionen der Ost-Türkei stehen Opposition und Zivilgesellschaft unter massiver Repression der Erdogan-Regierung. Christa Blum, Allgemeinärztin, IPPNW Mainz, berichtet auf dieser Veranstaltung am Beispiel der Provinzstadt Cizre vom Ausmaß dieser Gewalt, die in deutschen Medien und Außenpolitik kaum Beachtung findet.

Im Gespräch mit Gästen aus Diyarbakır soll den Fragen nachgegangen werden: was passiert mit den Menschen unter jahrzehntelanger Gewalterfahrung, was passiert mit den Kindern? Wie sehen ihre Vorstellungen von einer anderen Gesellschaft, von einem anderen Zusammenleben aus? Was kann internationale Hilfe und Solidarität leisten?

Auch in Frankfurt ist eine Veranstaltung geplant.

Pressemitteilung 7. Oktober 2021