New Generations - Independent Indian Filmfestival

erstellt von New Generations - Independent Indian Filmfestival — zuletzt geändert: 2019-10-23T12:19:27+00:00
Vom 1. bis 3. November 2019 im Kino Orfeos Erben

Das elfte „New Generations – Independent Indian Filmfestival“ bringt aktuelle Höhepunkte aus dem neuen indischen Independent Kino nach Frankfurt. Im Kino Orfeos Erben zeigt das Festival eine Auswahl hochwertiger und preisgekrönter Produktionen, darunter etliche Deutschlandpremieren, begleitet von internationalen Gästen.

In „Bulbul Can Sing“, ausgezeichnet mit dem indischen National Film Award 2019 for Best Assamese Film, kämpft sich ein junges Mädchen auf der Suche nach Identität durch Liebe und Verlust. „The Sweet Requiem“ führt in die tibetische Diaspora in Neu-Delhi, wo eine junge Exil-Tibeterin von den Erinnerungen an ihre dramatische Flucht aus Tibet eingeholt wird. Der bekannte tamilische Regisseur Ram wird persönlich seinen Film „Peranbu“ vorstellen, in dem ein Vater versucht, mit der starken Behinderung seiner pubertierenden Tochter Paapa zurecht zu kommen. Wie ist es, heute in Indien eine Frau zu sein? Wie ist ihr Leben im Vergleich zu dem ihrer Mütter und Großmütter? Regisseur Shammi Singh geht diesen Fragen in Women’s Voice – India’s Choice“ nach - mit ermutigenden Ergebnissen. Gurinder Chadha (Kick it Like Beckham) erzählt in der bittersüßen Komödie „Blinded By The Light“, wie der britisch-pakistanische Teenager Javed der Intoleranz seiner Heimatstadt und der Unbeweglichkeit seines traditionellen Vaters mit der Kraft von Bruce Springsteens Musik entkommt. Nach der wahren Geschichte des Guardianjournalisten Sarfraz Manzoor, der auch das Drehbuch schrieb. Das Short Film Wallah-Programm bietet eine Auswahl aktueller Kurzfilme, fast alles Deutschlandpremieren. Zur Masala Chai Teeprobe am Sonntagnachmittag gibt es Bharatha Natyam, eine klassische indische Tanzdarbietung von Sinthu Theres.

Freitag, 1. November 2019

19:30 Uhr Empfang/Eröffnung
20:00 Uhr Bulbul Can Sing

Bulbul ist eine überschwängliche junge Frau, die am glücklichsten ist, wenn sie mit ihren Freunden Bonny und Sumu durch die Felder streifen kann. Als diese drei Teenager, zwei Mädchen und ein Junge, beginnen, ihre eigene Identität zu definieren, geraten sie zunehmend in Konflikt mit den uralten Regeln des Dorfes. Sumu wird schikaniert, weil er nicht dem gängigen Männerbild entspricht. Als Bulbul und Bonny sich zum ersten Mal mit Jungen treffen, endet die Episode in einer Katastrophe. Für die zerbrechliche Bonny wird der Druck der Gemeinschaft unerträglich, doch Bulbul findet am Ende ihre Stimme …
“Bulbul Can Sing” erhielt den indischen National Film Award for Best Assamese Film 2019.
 • Regie und Buch: Rima Das • Indien 2018 • 95 Min • Assamesisch mit engl. Untertiteln • Mit: Arnali Das, Manoranjan Das, Banita Thakuriya, Pakija Begam
In Kooperation mit Deutsch-indische Zusammenarbeit e.V., Frankfurt

22:00 Uhr Short Film Wallah
Mit Preisverleihung Short Film Wallah

Aapke Aa Jane Se
Ein unterschätzter, nicht besonders männlicher Vater führt ein unscheinbares Leben, bis er eines Tages unerwartet ins Rampenlicht gerückt wird und alle überrascht.

Difficult People
Akash rebelliert gegen die konventionellen Wege seines Vaters und kämpft darum, seine kreative Stimme in den weiten befreienden Räumen Mumbais zu finden.

Dot & a Feather
Alisha erinnert sich an eine Anekdote aus ihrer Kindheit, die sich um ihre Herkunft dreht. Ein kurzer Dokumentarfilm über eine gemischte Identität, die sich zu einer künstlerischen Aussage zusammenfügt.

Geethanjali
Prakash und Geethanjali treffen sich unter widrigen Umständen und begeben sich im Laufe einer einzigen Nacht in ein aufschlussreiches und bleibendes Abenteuer.

In the Wake
Ein Dokumentarfilm über Handweber in Kerala und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber kultureller Vertreibung, Konsum und Naturgewalten.

Meal
Das Haus befindet sich in einem Zustand der Unordnung, der das Chaos und die Lieblosigkeit der Außenwelt widerspiegelt, wo jeder Opfer und Täter zugleich ist. Inmitten all dessen setzt sich die Familie für eine letzte gemeinsame Mahlzeit nieder.

Mr. Pele
Ein narrativer, experimenteller, musikalischer Kurzfilm, einzuordnen unter Comedy, Drama, Musical und Crime

Passage
Eine indische Frau, die sich in einem Zustand der Schwebe befindet, durchlebt noch einmal ihre Einwanderung und reist durch stürmische emotionale Landschaften aus Erinnerung, Identität, Zugehörigkeit und der Illusion des amerikanischen Traums.

Samstag, 2. November 2019

18:00 Uhr Blinded By The Light

1987: Javed, ein britisch-pakistanischer Teenager wächst in Luton, England, auf. Inmitten der ethnischen und wirtschaftlichen Turbulenzen dieser Zeit schreibt er Gedichte, um so der Intoleranz seiner Heimatstadt und der Unbeweglichkeit seines traditionellen Vaters zu entfliehen. Als ein Klassenkamerad ihn in die Musik von "The Boss" einführt, sieht Javed in Springsteens kraftvollen Texten Parallelen zu seinem Leben in der Arbeiterklasse. Über die Musik findet er Zugang zu seinen Träumen und den Mut, sie in die Tat umzusetzen.
"Blinded by the Light" basiert auf Sarfraz Manzoors gefeierten Memoiren „Greetings From Bury Park“ und ist eine Komödie mit ernsten Untertönen über Mut, Liebe, Hoffnung, Familie und die einzigartige Kraft der Musik.
• Regie: Gurinder Chadha • Buch: Gurinder Chadha, Sarfraz Manzoor, Paul Mayeda Berges, Bruce Springsteen, • Großbritannien 2019 • 118 Min • Englisch mit dt. Untertiteln • Mit: Viveik Kalra, Kulrvinder Ghir, Meera Ganatra, Aaron Phagura, Nell Williams • Musik: A.R. Rahman, Bruce Springsteen

20:00 Uhr Peranbu
in Anwesenheit von Regisseur Ram

Amudhavan kann nicht akzeptieren, dass seine Tochter Paapa als Spastikerin geboren wird und sucht sich eine Arbeit in Dubai. Er ist gezwungen, nach Tamil Nadu zurückzukehren, als seine Frau nach zwölf Jahren Stress und aufgestauten Sehnsüchten verschwindet. Nur langsam gewöhnt sich Paapa an ihren fürsorglichen Vater. Als Betrüger ihn um sein Vermögen bringen, gerät er in eine tiefe Krise. Zudem kommt Paapa in die Pubertät, und Amudhavan versucht, mit ihren wachsenden sexuellen Bedürfnissen umzugehen.
Eine intensive Geschichte voller Krisen und Schwierigkeiten, aber auch mit Momenten der Freude und des Glücks, die am Ende zu einem Leben in Frieden führen.
• Regie und Buch: Ram • Indien 2019 • 148 Min • Tamil mit engl. Ut. • Mit: Mammootty, Anjali, Sadhana und Anjali Ameer.

Sonntag, 3. November 2019

15:00 h Masala Chai Teeprobe

Bharatha Natyam - klassische indische Tanzdarbietung Sinthu Theres

16:00 Uhr Women’s Voice – India’s Choice
in Anwesenheit von Regisseur Shammi Singh

Wie ist es, in Indien eine Frau zu sein? Wie ist ihr Leben im Vergleich zu dem ihrer Mütter und Großmütter? Und gibt es so etwas wie "ein Indien"? Diese Fragen hat Regisseur Shammi Singh an Frauen in ganz Indien gerichtet. Entstanden ist ein facettenreiches Portrait der heutigen indischen Frauen mit ihren Kämpfen, Herausforderungen, Überlegungen, Hoffnungen und Träumen. Der große Kontrast zwischen Traditionen und rasanten Modernisierungen, Religion und Digitalisierung, Stadt und Land, Männern und Frauen macht Indien zu dem, was es heute ist: ein superschnelles Entwicklungsland mit einem immensen kulturellen Überbau, der das Leben aller Menschen beeinflusst, insbesondere das der Frauen. Der Film erzählt von Frauen, die ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen.
• Regie und Buch: Shammi Singh • Deutschland 2019 • 70 Min • Englisch, Hindi mit dt. Untertiteln

17:30 Uhr The Sweet Requiem

Dolkar, eine junge Exiltibeterin, lebt in Delhi. Sie liebt ihr Leben dort, engagiert sich in der Community, auch wenn die Sehnsucht nach ihrer Familie in Tibet bleibt. Doch als plötzlich ein Mann aus ihrer Vergangenheit in ihrem Umfeld auftaucht, holen sie die Erinnerungen an ihre traumatische und verhängnisvolle Flucht aus Tibet wieder ein. Sie folgt dem dubiosen Mann durch die engen Gassen der tibetischen Flüchtlingskolonie in Delhi und gerät unversehens ins Visier chinesischer Agenten. Das Ende bleibt offen, lässt einen aber nicht ratlos zurück. Der Film besticht durch seine starke Bildsprache, und dem Schicksal der kleinen Dolkar kann man sich einfach nicht entziehen.
• Regie: Ritu Sarin, Tenzing Sonam • Buch: Tenzing Sonam • Indien, USA 2018 • 91 Min • Tibetisch mit engl. Untertiteln • Mit: Tenzin Dolker, Jampa Kalsang • Musik: Michael Montes

Orfeos Erben
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Kartenreservierung: 069 707 69 100 oder reservierung@orfeos.de