Lastenausgleich in der Krise: Vermögende stärker in die Pflicht nehmen

erstellt von DIE LINKE. Hessen — zuletzt geändert: 2020-03-20T18:57:32+02:00
„Starke Schultern können und müssen mehr tragen, das gilt besonders in der aktuellen Krise durch die Corona-Pandemie“,

erklärt Jan Schalauske, Landesvorsitzender der Partei DIE LINKE. Hessen. „Wir müssen die Folgen der Krise, drohende Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste sozial abfedern und gegensteuern. Dem privaten Reichtum steht in Deutschland eine verarmte öffentliche Infrastruktur gegenüber, nicht zuletzt im Pflege- und Gesundheitsbereich wurde viel zu lange viel zu wenig investiert. Hier würden die Einnahmen aus einer Millionärsteuer besonders helfen.
Deutschland hat eine auch im internationalen Maßstab extrem ungleiche Verteilung von Vermögen. Die Millionäre allein haben mittlerweile ein Vermögen von 5 Billionen Euro, größer als die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes. Bislang werden Sie durch unser Steuersystem begünstigt, weil auf eine Vermögensteuer konsequent verzichtet wird, Steuerbetrug zu wenig verfolgt wird und auch die Erbschaftssteuer sozial falsch ausgerichtet ist. DIE LINKE fordert, dass auf Bundesebene ein solidarischer Lastenausgleich beschlossen wird. Superreiche in die Pflicht nehmen durch eine Millionärsteuer. Das ist überfällig. Die aktuelle Krise und drohende Folgen machen es nun jedoch unabdingbar.“

DIE LINKE. Hessen, Pressedienst, 20. März 2020