Gute Löhne und ein Tarifvertrag endlich auch für die Beschäftigten bei Amazon

erstellt von DIE LINKE. Hessen — zuletzt geändert: 2020-06-29T11:23:13+02:00
Im seit Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler muss endlich die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels kommen.

„Das Lohndumping bei Amazon muss endlich beendet werden“, erklärt Petra Heimer, Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen, anlässlich des heute begonnenen Streiks beim Versandhändler in Bad Hersfeld. „Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist der Abschluss eines Tarifvertrags für alle Beschäftigten notwendig, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Der Amazon-Konzern muss für Transparenz der Zahlen in seinen Logistikzentren sorgen. Es ist höchst problematisch und alles andere als vertrauenerweckend, dass Amazon sowohl die eigenen Beschäftigten als auch die breite Öffentlichkeit über die tatsächlichen Infektionszahlen im Dunkeln lässt.

Im seit Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler muss endlich die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels kommen. Amazon profitiert von der Digitalisierung, die im Zuge der aktuellen Corona-Pandemie einen massiven Schub bekommt. Der Eigentümer Jeff Bezos wird dadurch immer reicher. Es ist höchste Zeit, dass die Beschäftigten, die die sprudelnden Konzerngewinne erarbeiten, angemessen am Konzernerfolg beteiligt werden. DIE LINKE. Hessen unterstützt den Arbeitskampf der Beschäftigten bei Amazon.“

DIE LINKE. Hessen, Pressedienst, Frankfurt am Main, 29. Juni 2020