Für den Erhalt der Grünen Lunge. Keine Stadtentwicklung mit der Kettensäge!

erstellt von Kampagne »Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!« — zuletzt geändert: 2020-11-06T20:40:55+01:00
Am Vortag der Verabschiedung des Kommunalwahl-Programms von Bündnis90/Die Grünen übte die Kampagne „Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!“ scharfe Kritik an der Position des Parteivorstandes, das biodiverse Stadtnatur-Areal Grüne Lunge nördlich des Günthesburgparks mit Wohnimmobilien und Autostellpläten zu bebauen.

20 Aktivist:innen zogen mit Transparenten und zum Teil verkleidet vom Fünffingerplätzchen nach Bornheim Mitte. Dargestellt mit Masken waren Rosemarie Heilig mit einer Kettensäge und Halloween-Kreaturen mit Sensen. Auf einem als Grünes Wahlplakat gestalteten Banner war zu lesen: „Wir machen Klimapolitik mit der Kettensäge – Dannenröder Wald – Grüne Lunge FFM“.

„Angesichts von Klimakrise und Biodiversitätskollaps kämpfen wir dafür, dass das besonders biodiverse Stadtnatur-Areal Grüne Lunge mit seinen hunderten von Bäumen bleibt“, erklärt Mira Lauth von der Kampagne „Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!“. „Wir brauchen keine Parteien, die sich selbst als grün bezeichnen, aber deren Politiker:innen wie beim Dannenröder Wald und bei der Grünen Lunge in Frankfurt das Gegenteil tun. Wir werden nicht hinnehmen das hier Stadtentwicklungspolitik mit der Kettensäge gemacht wird.“

„Für uns klar, dass wir den Profitinteressen von Investoren wie Instone Widerstand entgegensetzen werden“ergänzt Felix Wiegand von der Kampagne „Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!“. „Abgesehen von der klimapolitischen Dimension ist es auch sozial verheerend, wenn immer mehr vorwiegend hochpreisiger Wohnraum in Frankfurt gebaut wird. Mit Invesoren wie Instone werden die Mieten in den angrenzenden Stadtteilen weiter steigen – zulasten der großen Mehrheit der Frankfuter:innen.“

Ende vergangenen Woche hatte ein breites Bündnis aus Klimagerechtigkeitsgruppen, Umweltverbänden und Mieter*innen-Initiativen anlässlich der Kreismitgliederversammlung der Frankfurter Grünen in einem Offenen Brief (siehe unten) scharf kritisiert, dass der Vorstand der Partei in seinem Wahlprogrammentwurf weiterhin die Zerstörung und Bebauung des wilden, biodiversen Stadtnatur-Areals Grünen Lunge bekräftigt. In dem Brief fordern die rund 20 Organisationen die Grünen Basis-Mitglieder dazu auf, für ein Ende der Bebauungspläne zu votieren.

Auf dem offiziell Güthersburghöfe genannten Planungsgebiet sollen unter anderem vom Projektentwickler Instone Real Estate 1.500 Wohnungen gebaut werden.

Bei der Aktion wurden die geltenden Coronaregeln eingehalten. Angesichts der Pandemie-Lage zielte die Aktion nicht auf eine hohe Teilnehmer*innen-Zahl ab.

Kampagne „Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen!“, Pressemitteilung, 6. November 2020

www.gruenelungebleibt.wordpress.com

Offener Brief an Bündnis90/Die Grünen in Frankfurt hier: https://www.frankfurter-info.org/news/buendnis-fordert-von-gruenen-gruene-lunge-muss-bleiben-keine-stadtentwicklung-mit-der-kettensaege