Fridays For Future solidarisiert sich mit Ende Gelände

erstellt von Fridays for Future — zuletzt geändert: 2019-06-18T15:59:28+00:00
Gemeinsam gegen die Klimakrise

Mit Sorge vernahmen wir die gemeinsame Pressemitteilung der Polizei Aachen und der Stadtverwaltung Aachen.
Fridays for Future wird vor einer angeblichen “Strafbarkeitsfalle”, “gewaltbereiten Gruppierungen von Ende Gelände” und “Instrumentalisierung” gewarnt.
Wir verstehen diese Pressemitteilung als Spaltungsversuch gegenüber der Klimagerechtigkeitsbewegung. Der „friedliche Protest“ von Fridays for Future wird gelobt, der zivile Ungehorsam von Ende Gelände wird diffamiert, trotz des friedlichen Aktionskonsenses, der sich gegen eine Eskalation ausspricht und auf die Unversehrtheit von Aktivist*innen und Polizist*innen achtet. Aktivist*innen von Fridays for Future werden explizit vor Ende Gelände gewarnt. Nicht erwähnt wird, dass wir (wie Ende Gelände) ebenfalls zivilen Ungehorsam leisten. Das wöchentliche Bestreiken der Schule ist ein bewusst gewählter Regelübertritt. Wir erachten zivilen Ungehorsam als legitime Protestform. Er ist zwingend notwendig zum Schutz unserer Zukunft im Angesicht des Voranschreitens der Klimakrise und des Versagens politischer Akteur*in- nen, konsequente Klimapolitik zu betreiben. Viele Errungenschaften unserer Gesellschaft, wie etwa das Frauenwahlrecht, wurden nur durch bewussten, massenhaften Regelübertritt erreicht. Sowohl Fridays for Future, als auch Ende Gelände und viele weitere Bündnisse und Akteur*innen sind Teil einer globalen Klimagerechtigkeitsbewegung.
Viele Nichtregierungsorganisationen, wie zum Beispiel der BUND und 350.org, haben sich angesichts der Kriminalisierungsversuche bereits mit Ende Gelände solidarisch erklärt. Hiermit erklären auch wir uns auch solidarisch mit Ende Gelände und allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle.
Innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung bilden wir weltweit gemeinsam mit vielen weiteren Akteur*innen eine Einheit. Auch wenn wir verschiedene Aktionsformen haben, eint uns das gemeinsame Ziel und wir werden unseren legitimen Kampf für eine lebenswerte Zukunft so lange fortführen, bis ihr Schutz gewährleistet ist.
Fridays for Future, Pressemitteilung, 18. Juni 2019